Die Echten, die Modelle und die Models: Das LKW- und Logistikforum
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Dokumente III



 
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Author Message
Michael
LKW-Fahrer



Joined: 02 Sep 2006
Posts: 20

PostPosted: 28.10.2006, 11:45    Post subject: Dokumente III Reply with quote

Beitritt der 5 sächsischen Hztm. zum Rheinbund

[Akzessionsvertrag betreffend den Beitritt Ihrer Durchlauchten der Herzoge Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach, August von Sachsen-Gotha-Altenburg, Bernhard II. von Sachsen-Meiningen, Friedrich von Sachsen-Hildburghausen und Franz von Sachsen-Coburg zum Rheinbund.[1]

Vom 15. Dezember 1806.]

...
Art. 1. J. H. D. der Herzog von Sachsen-Weimar und Eisenach, J. H. D. der Herzog von Sachsen-Gotha und Altenburg, J. H. D. die verwittibte regierende Herzogin von Sachsen-Meinungen, J. H. D. der Herzog von Sachsen-Hildburghausen und J. H. D. der Herzog von Sachsen-Koburg treten dem zu Paris den 12. Juli des jetzigen Jahrs geschlossenen Verbindungs- und Vereinigungstraktat bei und durch diesen Beitritt treten sie in alle Rechte und Verbindlichkeiten dieses Verbindungs- und Vereinigungstrakts, so, als wenn sie kontrahirende Theile des benannten Traktats gewesen wären.
...
Art. 5. Die Kontingente, welche die Herzogthümer Sachsen-Weimar, Sachsen-Gotha, Sachsen-Meinungen, Sachsen-Hildburghausen und Sachsen-Koburg im Falle eines Krieges zu stellen haben, sollen aus 2800 Mann Infanterie bestehen. Diese sollen so vertheilt werden, daß Sachsen-Weimar 800 Mann, Sachsen-Gotha 1100, Sachsen-Meinungen 300, Sachsen-Hildburghausen 200 und Sachsen. Koburg 400 Mann stellt. Diese 2800 Mann sollen zu einem Regimente von 3 Bataillons gebildet werden, dessen Oberbefehl und Inspektion zwischen den beiden ersten Linien des Hauses wechselt.
...




Beitritt der 3 anhaltinischen Fürstentümer zum Rheinbund

Akzessionsvertrag betreffend den Beitritt Ihrer Durchlauchten der Herzöge Friedrich Franz Leopold III. von Anhalt-Dessau, Alexius von Anhalt-Bernburg und August Christian Friedrich von Anhalt-Köthen zum Rheinbund

Vom 18. April 1807.]


...
Art. 1. JJJ. HHH. DDD. die Herzoge von Anhalt-Dessau, Anhalt-Bernburg und Anhalt-Cöthen treten dem zu Paris den 12. Juli vergangenen Jahrs geschlossenen Verbindungs- und Vereinigungstraktat bei und durch diesen Beitritt treten sie in alle Rechte und Verbindlichkeiten dieses Verbindungs- und Vereinigungstrakts, so, als wenn sie kontrahirende Theile des benannten Traktats gewesen wären.
...
Art. 3. Ohne vorgängige Einwilligung des rheinischen Bundes soll in keinem Falle und aus was Ursach es auch seyn möge, keinen fremden Truppen oder Detaschements fremder nicht in diesem Bunde sich befindender Mächte, der Durchmarsch durch die herzoglichen Lande verstattet werden.
...
Art. 5. Das Truppen-Kontingent der drei Herzogthümer von Anhalt wird auf den Kriegsfall auf 800 Mann Infanterie bestimmt, wovon Anhalt-Dessau 350 Mann, Anhalt-Bernburg 240 Mann und Anhalt-Cöthen 210 zu stellen haben. Die Herzoge zu Anhalt-Dessau haben die Direktion und Aufsicht über dieses Kontingent, welches zu dem gegenwärtigen Kriege sogleich gestellt wird.
...


Beitritt der 2 schwarzburgschen Ftm. zum Rheinbund

Akzessionsvertrag betreffend den Beitritt Ihrer Durchlauchten der Fürsten Ludwig Friedrich II. von Schwarzburg-Rudolstadt und Günther Friedrich Carl I. von Schwarzburg-Sondershausen zum Rheinbund.[1]

Vom 18. April 1807.]


...
Art. 1. JJ. HH. DD. die Fürsten von Schwarzburg-Sondershausen und Schwarzburg-Rudolstadt treten dem zu Paris den 12. Juli vergangenen Jahrs geschlossenen Verbindungs- und Vereinigungstraktat bei und durch diesen Beitritt treten sie in alle Rechte und Verbindlichkeiten dieses Verbindungs- und Vereinigungstrakts, so, als wenn sie kontrahirende Theile des benannten Traktats gewesen wären.
...
Art. 5. Das Kontingent der beiden Fürstenthümer Schwarzburg soll im Falle eines Krieges aus 650 Mann bestehen, die auf gleiche Art auf beide Linien vertheilt werden sollen. Der Aelteste der beiden Fürsten hat nach den Familien-Verträgen die Direktion und Inspektion über dieses Kontingent, welches zu dem gegenwärtigen Kriege sogleich gestellt wird.
...

Beitritt der 2 Ftm. Lippe zum Rheinbund

[Akzessionsvertrag betreffend den Beitritt Ihrer Durchlauchten der Fürsten Paul Alexander Leopold II. von Lippe-Detmold und Georg Wilhelm von Schaumburg-Lippe zum Rheinbund.[1]

Vom 18. April 1807.]


...
Art. 1. JJ. HH. DD. die Fürsten von Lippe-Dettmold und Lippe-Schaumburg treten dem zu Paris den 12. Juli vergangenen Jahrs geschlossenen Verbindungs- und Vereinigungstraktat bei und durch diesen Beitritt treten sie in alle Rechte und Verbindlichkeiten dieses Verbindungs- und Vereinigungstrakts, so, als wenn sie kontrahirende Theile des benannten Traktats gewesen wären.
...
Art. 5. Das Kontingent der beiden Fürstenthümer Lippe soll im Falle eines Krieges aus 650 Mann Infanterie bestehen. Diese werden so vertheilt, daß Lippe-Dettmold 500 Mann und Lippe-Schaumburg 150 Mann zu stellen hat. Die Fürsten von Lippe-Dettmold haben die Direktion und Inspektion über dieses Kontingent, welches zu dem gegenwärtigen Kriege sogleich gestellt wird.
...


[Akzessionsvertrag betreffend den Beitritt Sr. Durchlaucht des Fürsten Georg von Waldeck zum Rheinbund.[1]

Vom 18. April 1807.]



...
Art. 1. J. H. D. der Fürst von Waldeck treten dem zu Paris den 12. Juli vergangenen Jahrs geschlossenen Verbindungs- und Vereinigungstraktat bei und durch diesen Beitritt treten sie in alle Rechte und Verbindlichkeiten dieses Verbindungs- und Vereinigungstrakts, so, als wenn sie kontrahirende Theile des benannten Traktats gewesen wären.
...
Art. 5. Das Kontingent J. H. D. des Fürsten von Waldeck soll im Falle eines Kriegs aus 400 Mann bestehen, und sogleich zu gegenwärtigen Feldzuge gestellt werden.




Verfassung des Königreichs Westfalen

Königliches Decret über die Publication der Constitution, wodurch das Königreich für einen Bestandtheil des Rheinischen Bundes erklärt wird.

Vom 7. December 1807.

...
Das Königreich Westphalen ist aus folgenden Staaten zusammengesetzt; nämlich:
- aus den Braunschweig-Wolfenbüttelschen Staaten;
- aus dem auf dem linken Ufer der Elbe gelegenen Theile der Altmark;
- aus dem auf dem linken Elbufer gelegenen Theile der Provinz Magdeburg;
- aus dem Gebiete von Halle;
- aus dem Hildesheimischen und der Stadt Goslar;
- aus dem Lande Halberstadt;
- aus dem Hohensteinischen;
- aus dem Gebiete von Quedlinburg;
- aus der Graffschaft Mansfeld;
- aus dem Eichsfeld, nebst Treffurt, Mühlhausen und Nordhausen;
- aus der Graffschaft Stollberg-Werningerode;
- aus den Staaten von Hessen-Cassel, nebst Rinteln und Schaumburg, jedoch mit Ausnahme des Gebietes von Hanau und Catzenelnbogenam Rheine;
- aus dem Gebiete von Corvey;
- Göttingen und Grubenhagen, nebst den Zubehörungen von Hohenstein und Elbingerode;
- aus dem Bisthum Osnabrück;
- aus dem Bisthum Paderborn;
- Minden Ravensberg;
- aus der Graffschaft Rietberg-Kaunitz.
...


Note des Königlich Preußischen Staatskanzlers Freiherr von Hardenberg an den Französischen Gesandten am Preußischen Hof Graf von St. Marsan.

Vom 16. März 1813.

Der unterzeichnete Staatsminister hat vom Könige den Befehl erhalten, Seiner Excellenz dem Herrn Grafen von St. Marsan, außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister Sr. Maj. des Kaisers der Franzosen, Königs von Italien, Nachstehendes zu eröffnen.

Seit dem Frieden von Tilsit war das vornehmste Augenmerk des Königs in seinem ganzen politischen Benehmen dahin gerichtet, seinen Völkern einen Zustand der Ruhe wiederzugeben und dauernd zu erhalten, der ihnen erlaubte, sich allmählig von den unzähligen Drangsalen und Verlusten, die sie erlitten, wieder zu erholen. Zu diesem Zweck erfüllte derselbe, so viel es Ihm seine Kräfte erlaubten, mit größter Pünctlichkeit die Verpflichtungen, welche Er durch diesen Frieden auf Sich zu nehmen gezwungen worden war. Er ertrug mit einer Resignation, welche Ihm die Umstände zum Gesetz machten, die willkürlichen Erpressungen und Kränkungen jeder Art, denen die Provinzen unaufhörlich ausgesetzt waren, die ungeheuren Lasten, welche sie danieder drückten. Er versäumte nichts, um zwischen Ihm und der Französischen Regierung ein aufrichtiges Vertrauen zu begründen, und diese dadurch zur Beobachtung gerechter und billiger Maaßregeln, um die Er beinahe stets vergebens bat, geneigt zu machen.

Als sodann der Norden von Europa mit einem neuen unheilverkündenden Krieg bedroht wurde, ergriff der König, nachdem Er Alles, was von Ihm abhing, gethan hatte, um das Ungewitter zu beschwören, diejenige Parthey, welche Ihm die Zwischenlage Seiner Staaten, die keine Neutralität zuließ, nebst der gewissen Aussicht gebieterisch vorschrieb, daß Ihn Frankreich, wenn Er dessen Willen nicht genau erfüllte, mit Maaßregeln der Zerstörung überziehen werde. – Er unterwarf sich den unerträglich lästigen Bedingungen, die mit den Kräften des Landes durchaus nicht im Verhältniß standen, und in die Er durch den Allianztractat v. 24. Febr. 1812 und die ihn begleitenden Conventionen nur in der Hoffnung gewilligt, daß Er dadurch für Preußen eine dauerhafte Stütze gewonnen habe und für den Fall der Noth den wirksamen Beistand, dessen es nach so vielen Unglücksfällen täglich dringender bedurfte, und daß die Französische Regierung, der Treue entsprechend, mit welcher der König sich der Erfüllung Seiner Verpflichtungen unterzog, auch die gegen den König übernommenen Verbindlichkeiten ihrerseits mit derselben Pünctlichkeit erfüllen werde.

Eine unglückliche Erfahrung bewies aber dem König nur zu bald, daß die Französische Regierung ganz andere Gesinnungen hege. Während der König diejenige Anzahl Truppen stellte, die man für das Hülscorps stipulirt hatte, während diese nämlichen Truppen für die Sache Frankreichs ihr Blut mit einer Tapferkeit vergossen, welche der Kaiser selbst Gerechtigkeit widerfahren zu lassen sich nicht weigerte, während man im Innern des Landes mit außerordentlichen Anstrengungen die ungeheuern Lieferungen und Leistungen aller Art zur Befriedigung der Bedürfnisse der Truppen, die es unaufhörlich überschwemmten, zu bestreiten bereit war, erfüllte Frankreich in keinem einzigen Puncte die übernommenen Verpflichtungen, deren redliche Erfüllung doch nur allein dem gänzlichen Ruin des Landes und seiner Bewohner zuvorkommen konnte.

Es war festgesetzt worden, daß von dem Datum des Allianztractates an die Garnison der Festung Glogau auf Frankreichs Kosten approvisionirt werden sollte, die Festungen Cüstrin und Stettin dagegen erst von dem Zeitpuncte an, wo die Contribution gänzlich bezahlt seyn würde. Dieses letzte war nun schon seit dem Monat Mai vorigen Jahres geschehen, denn man hatte durch gemachte Lieferungen schon über die Contribution hinaus entrichtet. Dessen ungeachtet blieb die Last auf Preußen haften, die gedachten drei Festungen zu approvisioniren; und keine aller Gegenvorstellungen konnten bewirken, was die Gerechtigkeit und der Buchstabe des Vertrags erheischten.

Man hatte sich zum mindesten mit der Hoffnung geschmeichelt, daß nach dem neueren Versprechen Sr. Maj. des Kaisers das Land um jene Festungen her, und das preußische Gebiet überhaupt von da an vor allen gezwungenen Requisitionen sicher seyn würde; allein in dem nämlichen Augenblick, wo man sich dieser Erwartung überlassen sollte, wurden die Commandanten jener Festungen förmlich autorisirt, in einem Umkreis von zehn Stunden um dieselben Alles wegzunehmen, was sie gebrauchen zu können glaubten, was denn auch mit aller leicht vorauszusehenden Gewaltsamkeit in Ausführung kam.

Man war dahin einig geworden, daß die Rechnungen der preußischen Vorschüsse für Lieferungen aller Art von drei zu drei Monaten regulirt und mit Ende des Feldzuges baar wiedererstattet werden sollten; allein man konnte es nicht einmal dahin bringen, daß diese Rechnungen geprüft wurden, und als der Saldo schon bis zu sehr bedeutenden Summen angewachsen war, worüber man jeden Augenblick die Belege beizubringen bereit stand, als sich diese Summe beim Schluß des Jahres schon auf 94 Millionen Franken belief, konnte man doch mit den inständigsten Bitten nicht einmal eine Abschlagszahlung erlangen, obgleich der Koenig seine Forderung augenblicklich auf eine Summe unter der Hälfte beschränkte, auch das dringende, gar nicht mehr abzuweisende Bedürfniß bis zu höchsten Evidenz bewiesen wurde.

Diejenige Clausel des Allianztractates, welche einem Theile von Schlesien die Neutralität zusicherte, konnte, nach den später hinzugetretenen Umständen, nur dann noch von Wirkung seyn, wenn auch Rußland damit einverstanden war, und es wurde unumgänglich nöthig, mit Rußland hierüber zu unterhandeln. Der Kaiser ließ aber erklären, er könne nicht darein willigen, daß man in dieser Absicht an den Kaiser von Rußland einen Abgeordneten sende. Hierdurch wurde jene Stipulation ganz illusorisch und in der That vom Kaiser zurückgenommen und annullirt.

Hierauf wagte man neue Angriffe, und zwar auf die vor allen unbestreitbaren Rechte des Königs, indem man sich eine willkürliche Disposition mit dem preußischen Truppencorps erlaubte, welches sich in Pommern unter General Bülow formiren sollte; man forderte es auf, sich mit der Division des Herzogs von Belluno zu vereinigen, und stellte es, ohne daß Se. Majestät dazu die Einwilligung gegeben, unter das Commando dieses Marschalls.

Sodann wurde ein Verbot erlassen, in den von den französischen Truppen besetzten preußischen Staaten durchaus keine Rekrutirungen vorzunehmen; dieses Untersagen war der Befehl Sr. Kaiserl. Hoh. des Princen Vizekönigs von Italien, ohne Seine Majestät davon im geringsten zu benachrichtigen.

Bis zu einem so schrecklichen Grade hat man sicher noch nie die Souverainetät eines verbündeten Fürsten verletzt. Eine Menge von Nebenumständen, welche sich auf das Obige beziehen, sind hier absichtlich übergangen, weil sie Ew. Excellenz und dem Herrn Herzog von Bassano aus den dadurch veranlaßten unzähligen Reclamationen hinlänglich bekannt sind. Zudem ist der Herr General von Krusemark beauftragt, dem Minister eine Note[1] zu überreichen, welche sich über eine Menge von Gegenständen verbreiten wird, die augenfällig darthun, daß die französische Regierung selbst – dadurch, daß sie keinem einzigen der Hauptpuncte des Allianztractates Rechnung trug, welche irgend zu Gunsten Preußens waren, indeß doch zu den wesentlichsten Bestandtheilen desselben gehörten, und ohne die doch Preußen, mochten die Folgen seyn, welche sie wollten, die ihm auferlegten Verbindlichkeiten niemals hätte eingehen können, – nunmehr den preußischen Staat von allen den wechselseitig übernommenen Verpflichtungen frei zählt.

Jedermann ist die Lage bekannt, in welche sich Preußen in Folge dieser Umstände, sowie im Allgemeinen durch die Ereignisse im vorigen Herbst und Winter, versetzt sah. Sich selbst überlassen, und ohne auf eine wirksame Unterstützung von derjenigen Macht rechnen zu dürfen, mit welcher es eng verbunden war, und die ihm nicht einmal zugestand, was die strenge Gerechtigkeit mit sich brachte und ihm so leicht hätte bewilligt werden können, sah Preußen zwei Drittheile seiner Provinzen bis zur gänzlichen Erschöpfung gebracht und ihre Bewohner der Verzweiflung preisgegeben. Was blieb ihm nun noch übrig, als sich selber zu rathen, so gut es immer konnte, um seiner Selbsterhaltung und Wiederherstellung willen?

Jetzt mußte der König in der Liebe und dem Muthe seiner Völker, sowie in dem hochherzigen Antheil, den eine andere große Macht an Seiner traurigen Lage nahm, die Mittel suchen, Sich aus dieser Lage zu befreien und Seiner Monarchie jene Unabhängigkeit zurückzugeben, die ihre künftige Wohlfahrt allein zu sichern mag.

Se. Majestät haben daher diejenigen Maaßregeln ergriffen, welche von so dringenden Umständen geboten wurden. Sie haben Sich durch eine enge Allianz an Se. Majestät den Kaiser aller Reußen angeschlossen. Se. Maj. sind überzeugt, daß Frankreich, wie ganz Europa, die mächtigen Beweggründe zu würdigen weiß, die Sie zu diesem Schritte bestimmten. Das endliche Resultat, welches dieser Schritt bezweckt, soll Friede seyn, welcher auf Grundlage der Billigkeit beruht und daher um so dauernder seyn wird. – Des Königs steter und heißester Wunsch war auf einen solchen Frieden gerichtet und wenn die Vorsehung Seine Anstrengungen mit Segen krönt, wird Sr. Majestät höchstes Glück seyn, dazu beitragen zu können, daß der Menschheit die daraus entspringenden Wohlthaten auch zu Theil werden.

Der Unterzeichnete hat die Ehre, dem Herrn Grafen von St. Marsan die Versicherung seiner hohen Achtung zu wiederholen.


Breslau, den 16. März 1813.

Hardenberg.



Aufruf des Königs von Preußen Friedrich Wilhelm III. "An Mein Volk!".

Vom 17. März 1813.




An Mein Volk!

So wenig für Mein treues Volk, als für Deutsche, bedarf es einer Rechenschaft über die Ursachen des Krieges, welcher jetzt beginnt. Klar liegen dem unverblendeten Europa vor Augen. Wir erlagen der Uebermacht Frankreichs. Der Friede[1], der die Hälfte Meiner Unterthanen mit entriß, gab uns seine Segnungen nicht; denn er schlug uns tiefere Wunden als selbst der Krieg. Das Mark des Landes ward ausgesogen, die Hauptfestungen bleiben vom Feinde besetzt, der Ackerbau ward gelähmt, sowie der sonst so hoch gebrachte Kunstfleiß unserer Städte. Die Freiheit des Handels ward gehemmt und dadurch die Quellen des Erwerbs und des Wohlstandes verstopft. Das Land ward ein Raub der Verarmung. Durch die strengste Erfüllung eingegangener Verbindlichkeiten hoffte Ich Meinem Volk Erleichterung zu bereiten, und den französischen Kaiser endlich überzeugen, daß es sein eigener Vortheil sey, Preußen seine Unabhängigkeit zu lassen. Aber Meine reinsten Absichten wurden durch Uebermuth und Treulosigkeit vereitelt, und nur zu deutlich sahen wir, daß des Kaisers Verträge mehr noch wie seine Kriege uns langsam verderben mußten. Jetzt ist der Augenblick gekommen, wo alle Täuschung über unsern Zustand aufhört. – Brandenburger, Preußen, Schlesier, Pommern, Litthauer! Ihr wißt, was Ihr seit fast sieben Jahren erduldet habt; Ihr wißt, was euer trauriges Loos ist, wenn wir den beginnenden Kampf nicht ehrenvoll enden. Erinnert Euch an die Vorzeit, an den großen Kurfürsten, den großen Friedrich. Bleibt eingedenk der Güter, die unter Ihnen Unsere Vorfahren blutig erkämpften: Gewissensfreiheit, Ehre, Unabhängigkeit, Handel, Kunstfleiß und Wissenschaft. – Gedenkt des großen Beispiels unserer mächtigen Verbündeten, der Russen; gedenkt der Spanier, der Portugiesen. Selbst kleinere Völker sind für gleiche Güter gegen mächtigere Feinde in den Kampf gezogen und haben den Sieg errungen. Erinnert Euch an die heldenmüthigen Schweizer und Niederländer. – Große Opfer werden von allen Ständen gefordert werden; denn unser Beginnen ist groß, und nicht geringe die Zahl und die Mittel unserer Feinde. Ihr werdet jene lieber bringen für das Vaterland, für Euern angeborenen König, als für einen fremden Herrscher, der, wie so viele Beispiele lehren, Eure Söhne und Eure letzten Kräfte Zwecken widmen würde, die Euch ganz fremd sind. Vertrauen auf Gott, Ausdauer, Muth und der mächtige Beistand unserer Bundesgenossen werden unsern redlichen Anstrengungen siegreichen Lohn gewähren. – Aber, welche Opfer auch von Einzelnen gefordert werden mögen, sie wiegen die heiligen Güter nicht auf, für die wir sie hingeben, für die wir streiten und siegen müssen, wenn wir nicht aufhören wollen, Preußen und Deutsche zu seyn. Es ist der letzte, entscheidende Kampf, den wir bestehen, für unsere Existenz, unsere Unabhängigkeit, unsern Wohlstand. Keinen andern Ausweg gibt es, als einen ehrenvollen Frieden, oder einen ruhmvollen Untergang. Auch diesem würdet Ihr getrost entgegen gehen, um der Ehre willen; weil ehrlos der Preuße und der Deutsche nicht zu leben vermag. Allein wir dürfen mit Zuversicht vertrauen: Gott und unser fester Wille werden unserer gerechten Sache den Sieg verleihen, mit ihm einen sichern, glorreichen Frieden und die Wiederkehr einer glücklichen Zeit.


Breslau, den 17. März 1813.

Friedrich Wilhelm.


Anmerkung:
[1] Vgl. Friedensvertrag zwischen dem Kaiser der Franzosen Napoleon und König von Preußen Friedrich Wilhelm III. vom 9. Juli 1807 ("Friede von Tilsit").





Aufruf des Königs von Preußen Friedrich Wilhelm III. "An Mein Kriegsheer!".

Vom 17. März 1813.




An Mein Kriegsheer!

Vielfältig habt Ihr das Verlangen geäußert, Freiheit und die Selbständigkeit des Vaterlandes zu erkämpfen. Der Augenblick ist gekommen! Es ist kein Glied des Volks, von dem es nicht gefühlt würde. Freiwillig eilen von allen Seiten Jünglinge und Männer zu den Waffen. Was bei diesen freier Wille, das ist Beruf für Euch, die Ihr zum stehenden Heere gehört. Von Euch, geweiht das Vaterland zu vertheidigen, ist es berechtigt, zu fordern, wozu Jene sich erbieten. Seht, wie so Viele Alles verlassen, was ihnen das Theuerste ist, um ihr Leben mit Euch für des Vaterlands Sache zu geben. Fühlt also doppelt Eure heilige Pflicht! Seyd Alle ihrer eingedenk am Tage der Schlacht, wie bei Entbehrung, Mühseligkeit und innerer Zucht! Des Einzelnen Ehrgeiz, er sey der Höchste oder der Geringste im Heer, verschwinde im Ganzen: wer für das Vaterland fühlt, denkt nicht an sich. Den Selbstsüchtigen treffe Verachtung, wo nur dem allgemeinen Wohl es gilt. Diesem weicht jetzt Alles. Der Sieg geht aus von Gott! Zeigt Euch Seines hohen Schutzes würdig durch Gehorsam und Pflichterfüllung. Muth, Ausdauer, Treue, und strenge Ordnung sey Euer Ruhm! Folgt dem Beispiel Eurer Vorfahren, seyd ihrer würdig und Eurer Nachkommen eingedenk! Gewisser Lohn wird treffen den, der sich auszeichnet; tiefe Schande und Strafe den, der seine Pflicht vergißt. – Euer König bleibt stets mit Euch; mit Ihm der Kronprinz und die Prinzen Seines Hauses. – Sie werden mit Euch kämpfen. Sie und das ganze Volk werden kämpfen mit Euch, – und an unserer Seite ein zu unserer und zu Deutschland Hülfe gekommenes tapferes Volk, das durch hohe Thaten seine Unabhängigkeit errang. Es vertraute seinem Herrscher, seinen Führern, seiner Kraft, und Gott war mit ihm! So auch Ihr! denn auch Wir kämpfen den großen Kampf um des Vaterlandes Unabhängigkeit. Vertrauen auf Gott, Muth und Ausdauer, sey unsere Losung!


Breslau, den 17. März 1813.

Friedrich Wilhelm.




Proclamation des Kaiserlich Russischen General-Feldmarschalls Fürsten Kutusow-Smolenskoi an die Deutschen.
("Proklamation von Kalisch")

Vom 25. März 1813.




Proclamation an die Deutschen

Indem Rußlands siegreiche Krieger, begleitet von denen Sr. Majestät des Königs von Preußen, Ihres Bundesgenossen, in Deutschland auftreten, kündigen Se. Majestät der Kaiser von Rußland und Se. Majestät der König von Preußen den Fürsten und Völkern Deutschlands die Rückkehr der Freiheit und Unabhängigkeit an. Sie kommen nur in der Absicht, ihnen diese entwendeten, aber unveräußerlichen Stammgüter der Völker wieder erringen zu helfen, und der Wiedergeburt eines ehrwürdigen Reiches mächtigen Schutz und dauernde Gewähr zu leisten. Nur dieser große, über jede Selbstflucht und deßhalb Ihrer Majestäten allein würdige Zweck ist es, der das Vordringen Ihrer Heere gebietet und leitet.

Diese unter den Augen beider Monarchen von ihrem Feldherrn geführten Heere vertrauen auf einen waltenden gerechten Gott, und hoffen vollenden zu dürfen für die ganze Welt, und unwiderruflich für Deutschland, was sie für sich selbst zur Abwendung des schmachvollen Joches so rühmlich begonnen. Voll von dieser Begeisterung rücken sie heran. Ihre Losung ist: Ehre und Freiheit! Möge jeder Deutsche, der des Namens noch würdig seyn will, rasch und kräftig sich anschließen; möge Jeder, er sey Fürst, er sey Edler, oder er stehe in den Reihen der Männer des Volks, den Befreiungsplänen Rußlands und Preußens beitreten, mit Herz und Sinn, mit Gut und Blut, mit Leib und Leben. Diese Gesinnung, diesen Eifer glauben Ihre Majestäten nach dem Geiste, welcher Rußlands Siege über die zurückwankende Weltherrschaft so deutlich bezeichnet, von jedem Deutschen mit Recht erwarten zu dürfen.

Und so fordern sie denn treues Mitwirken, besonders von jedem deutschen Fürsten, und wollen dabei gern voraussetzen, daß sich keiner finden werde unter ihnen, der, indem er der deutschen Sache abtrünnig seyn und bleiben will, sich reif zeige der verdienten Vernichtung durch die Kraft der öffentlichen Meinung und durch die Macht gerechter Waffen.

Der Rheinbund, diese trügerische Fessel, mit welcher der Allentzweyende das erst zertrümmerte Deutschland, selbst mit Beseitigung des alten Namens, neu umschlang, kann als Wirkung fremden Zwanges und als Werkzeug fremden Einflusses länger nicht geduldet werden.

Vielmehr glauben Ihre Majestäten einem längst gehegten, nur mühsam noch in beklommener Brust zurückgehaltenen allgemeinen Volkswunsche zu begegnen, wenn sie erklären, daß die Auflösung dieses Vereins nicht anders als in ihren bestimmten Absichten liegen könne.

Hiemit ist zugleich das Verhältniß ausgesprochen, in welchem Se. Majestät der Kaiser aller Reußen zum wiedergeborenen Deutschland und zu seiner Verfassung stehen wollen. Es kann dieß, da Sie den fremden Einfluß vernichtet zu sehen wünschen, kein anderes seyn, als eine schützende Hand über ein Werk zu halten, dessen Gestaltung ganz allein den Fürsten und Völkern Deutschlands anheim gestellt bleiben soll. Je schärfer in seinen Grundzügen und Umrissen dies Werk herantreten wird aus dem ureignen Geiste des deutschen Volkes, desto verjüngter, lebenskräftiger, und in Einheit gehaltener, wird Deutschland wieder unter Europens Völkern erscheinen können.

Uebrigens werden Se. Majestät nebst Ihrem Bundesgenossen, mit dem Sie in den hier dargelegten Gesinnungen und Ansichten vollkommen einverstanden sind, dem schönen Zwecke der Befreiung Deutschlands vom fremden Joche Ihre höchsten Anstrengungen jederzeit gewidmet seyn lassen.

Frankreich, schön und stark durch sich selbst, beschäftige sich fernerhin mit der Beförderung seiner inneren Glückseligkeit! Keine äußere Macht wird diese stören wollen, keine feindliche Unternehmung wird gegen seine rechtmäßigen Gränzen gerichtet werden.

Aber Frankreich wisse, daß die andern Mächte eine fortdauernde Ruhe für ihre Völker zu erobern trachten, und nicht eher die Waffen niederlegen werden, bis der Grund zu der Unabhängigkeit aller Staaten von Europa festgesetzt und gesichert seyn wird.


Gegeben im Hauptquartier zu Kalisch, den 13./25. März 1813.


Im Namen Sr. Maj. des Kaisers und Selbstherrschers aller Reußen, und Sr. Maj. des Königs der Preußen:
Fürst Kutusow-Smolenskoi,
General-Feldmarschall und oberster Befehlshaber der verbündeten Heere.






Manifest des Kaisers von Österreichs, Königs von Ungarn und Böhmen Franz II. zur Begründung Kriegserklärung an Frankreich.

Vom 19. August 1813.


Die österreichische Monarchie fand sich, durch die Lage, durch ihre vielfachen Verbindungen mit andern Mächten, durch ihre Wichtigkeit im dem europäischen Staatenbunde, in einen großen Theil der Kriege verwickelt, die seit länger als zwanzig Jahren Europa verheeren. Im ganzen Laufe dieser Kriege hat nur ein und immer derselbe politische Grundsatz jeden Schritt Sr. Maj. des Kaisers geleitet. Aus angeborner Neigung, aus Pflichtgefühl, aus Liebe zu Ihren Völkern dem Frieden zugethan, allen Eroberungs- und Vergrößerungs-Gedanken fremd, haben Se. Maj. nie die Waffen ergriffen, als wenn die Nothwendigkeit unmittelbarer Selbstvertheidigung, oder die von eigner Erhaltung unzertrennliche Sorge für das Schicksal benachbarter Staaten, oder die Gefahr, das ganze gesellschaftliche System von Europa durch gesetzlose Willkühr zertrümmert zu sehen, dazu aufforderten. Für Gerechtigkeit und Ordnung haben Se. Maj. zu leben und zu regieren gewünscht; für Gerechtigkeit und Ordnung allein hat Oesterreich gestritten. Wenn in diesem oft unglücklichen Kampfe der Monarchie tiefe Wunden geschlagen wurden, so blieb Se. Maj. wenigstens der Trost, daß das Schicksal Ihres Reiches nicht für unnützige und leidenschaftliche Unternehmungen aufs Spiel gesetzt ward und daß jede Ihrer Entschließungen vor Gott, vor Ihrem Volke, vor den Zeitgenossen und der Nachwelt gerechtfertigt werden konnte.

Der Krieg von 1809 würde, ungeachtet der zweckmäßigsten Vorbereitungsanstalten, den Staat zum Untergange geführt haben, wenn die unvergeßliche Tapferkeit der Armee und der Geist einer treuen Vaterlandsliebe, der alle Theile der Monarchie beseelt, nicht stärker gewesen wäre, als jedes feindselige Schicksal. Die Nationalehre und der alte Waffenruhm wurden unter allen Widerwärtigkeiten dieses Krieges glücklich behauptet; aber kostbare Provinzen gingen verloren; und durch die Abtretung der Küstenländer am adriatischen Meere wurde Oesterreich aller Antheil am Seehandel, eines der wirksamsten Beförderungsmittel seiner Landesindustrie, geraubt; ein Schlag, der noch tiefer gefühlt worden wäre, wenn nicht zu eben dieser Zeit ein den ganzen Continent umschlingendes verderbliches System ohnehin alle Handelswege gesperrt und fast alle Gemeinschaft zwischen den Völkern gebrochen hätte. Der Gang und die Resultate dieses Krieges hatten Sr. Maj. die volle Ueberzeugung bewährt, daß, bei der einleuchtenden Unmöglichkeit unmittelbarer und gründlicher Heilung des tief zerrütteten politischen Zustandes von Europa, die bewaffneten Rettungsversuche einzelner Staaten, anstatt der gemeinschaftlichen Noth ein Ziel zu setzen, nur die noch übrig gebliebenen unabhängigen Kräfte fruchtlos aufreiben, den Zerfall des Ganzen beschleunigen, und selbst die Hoffnung auf bessere Zeiten vernichten mußten.

Von jener Ueberzeugung geleitet, erkannten Se. Majestät, welch ein wesentlicher Vortheil es seyn würde, durch einen auf mehrere Jahre gesicherten Frieden den bis dahin unaufhaltsamen Strom einer täglich wachsenden Uebermacht wenigstens zum Stillstande zu bringen, Ihrer Monarchie die zur Herstellung des Finanz- und Militärwesens unentbehrliche Ruhe, zugleich aber den benachbarten Staaten einen Zeitraum von Erholung zu verschaffen, der, mit Klugheit und Thätigkeit benutzt, den Uebergang zu glücklichen Tagen vorbereiten konnte. Ein Friede dieser Art war unter den damaligen gefahrvollen Umständen nur durch einen außerordentlichen Entschluß zu erreichen. Der Kaiser fühlte es und faßte diesen Entschluß. Für die Monarchie, für das heiligste Interesse der Menschheit, als Schutzwehr gegen unabsehliche Uebel, als Unterpfand einer besseren Ordnung der Dinge, gaben Se. Majestät, was Ihrem Herzen das Theuerste war, hin. In diesem über gewöhnliche Bedenklichkeit weit erhabenen, gegen alle Mißdeutungen des Augenblicks gewaffneten Sinne wurde ein Band geknüpft, das, nach den Drangsalen eines ungleichen Kampfes, den schwächern und leidenden Theil durch das Gefühl einiger Sicherheit aufrichten, den stärkern und siegreichen für Mäßigung und Gerechtigkeit stimmen, und so von zwei Seiten zugleich der Wiederkehr eines Gleichgewichts der Kräfte, ohne welches die Gemeinschaft der Staaten nur eine Gemeinschaft des Elends seyn kann, den Weg bahnen sollte.

Der Kaiser war zu solchen Erwartungen um so mehr berechtigt, als zur Zeit der Stiftung dieses Bandes der Kaiser Napoleon den Punct in seiner Laufbahn erreicht hatte, wo Befestigung des Erworbenen wünschenswürdiger wird, als rastloses Streben nach neuem Besitz. Jede weitere Ausdehnung Seiner längst alles gerechte Maaß übersteigenden Herrschaft war, nicht nur für Frankreich, das unter der Last seiner Eroberungen zu Boden sank, sondern selbst für sein wohlverstandenes persönliches Interesse, mit sichtbarer Gefahr verknüpft. Was diese Herrschaft an Umfang gewann, mußte sie nothwendig an Sicherheit verlieren. Das Gebäude seiner Größe erhielt durch die Familienverbindung mit dem ältesten Kaiserhause der Christenheit in den Augen der französischen Nation und der Welt einen solchen Zuwachs an Festigkeit und Vollendung, daß unruhige Vergrößerungspläne es forthin nur entkräften und erschüttern konnten. Was Frankreich, was Europa, was so viel gedrückte und verzweifelte Nationen vom Himmel erflehten, schrieb dem mit Ruhm und Sieg gekrönten Beherrscher eine gesunde Politik als Gesetz seiner Selbsterhaltung vor. Es war erlaubt, zu glauben, daß so viel vereinigte Motive über den Reiz eines einzigen triumphiren würden. Wenn diese frohen Hoffnungen unerfüllt blieben, so kann Oesterreich kein Vorwurf darüber treffen. Nach vieljähriger vergeblicher Anstrengung und unermeßlichen Aufopferungen aller Art, gab es Beweggründe genug zu dem Versuch, durch Vertrauen und Hingebung Gutes zu wirken, wo Ströme von Blut bisher nur Verderben auf Verderben gehäuft hatte. Seine Majestät werden es wenigstens nie bereuen, diesen Weg betreten zu haben.

Das Jahr 1810 war noch nicht verflossen, der Krieg wüthete in Spanien noch fort, die deutschen Völker hatten kaum Zeit gehabt, nach den Verwüstungen der beiden vorigen Kriege den ersten freien Athemzug zu thun, als der Kaiser Napoleon in einer unglücklichen Stunde beschloß, einen ansehnlichen Bezirk des nördlichen Deutschlands mit der Masse von Ländern, die den Namen des französischen Reiches führte, zu vereinigen und die alten freien Hansestädte Hamburg, Bremen und Lübeck ihrer politischen, bald nachher auch ihrer commerciellen Existenz, und ihrer letzten Subsistenzmittel, zu berauben. Dieser gewaltthätige Schritt geschah ohne einen auch nur scheinbaren Rechtsgrund, mit Verachtung aller schonenden Formen, ohne vorhergehende Ankündigung oder Rücksprache mit irgend einem Cabinet, und dem willkührlichen und nichtigen Vorwande, daß der Krieg mit England ihn gebiete. Zugleich wurde jenes grausame System, welches auf Kosten der Unabhängigkeit, der Wohlfahrt, der Rechte und der Würde, des öffentlichen und Privateigenthums aller Staaten des Continents den Welthandel zu Grunde richten sollte, mit unerbittlicher Strenge verfolgt, in der eitlen Erwartung, ein Resultat zu erzwingen, das, wenn es nicht glücklicherweise unerreichbar gewesen wäre, Europa auf lange Zeiten hinaus in Armuth, Ohnmacht und Barbarei gestürzt haben würde. Der Beschluß, welcher eine neue französische Herrschaft, unter dem Titel einer zweiunddreißigsten Militärdivision, an den deutschen Seeküsten errichtete, war an und für sich beunruhigend genug für alle benachbarten Staaten; er wurde es noch mehr als unverkennbare Vorbedeutung künftiger größerer Gefahr. Durch diesen Beschluß sah man das in Frankreich selbst aufgestellte, zwar früher schon übertretene, doch immer noch als bestehend proclamirte System der sogenannten natürlichen Gränzpuncte des französischen Reiches, ohne alle weitere Rechtfertigung oder Erklärung, über den Haufen geworfen, und sogar die eigenen Schöpfungen des Kaisers mit beispielloser Willkühr vernichtet. Weder die Fürsten des Rheinbundes, noch das Königreich Westphalen, noch irgend ein großes oder kleines Gebiet auf dem Weg dieser furchtbaren Usurpation, wurde geschont. Die Gränze lief, dem Anschein nach von blinder Laune gezeichnet, ohne Regel noch Plan, ohne Rücksicht auf alte oder neue Verhältnisse quer über Länder und Ströme hin, schnitt die mittleren und südlichen deutschen Staaten von aller Verbindung mit der Nordsee ab, überschritt die Elbe, riß Dänemark und Deutschland voneinander, nahm selbst die Ostsee in Anspruch, schien der Linie der fortdauernd besetzten preußischen Oberfestungen entgegen zu eilen. Und doch trug die ganze Occupation, so gewaltsam sie auch in alle Rechte und Besitzungen, in alle geopgraphische, politische und militärische Demarcationen, eingriff, so wenig das Gepräge eines vollendeten und geschlossenen Gebietes, daß man gezwungen war, sie nur als Einleitung zu noch größeren Gewaltschritten zu betrachten, durch welche die Hälfte von Deutschland eine französische Provinz und der Kaiser Napoleon wirklicher Oberherr des Continents werden sollte. Am nächsten mußte sich durch diese unnatürliche Ausdehnung des französischen Gebietes Rußland und Preußen gefährdet fühlen. Die preußische Monarchie, von allen Seiten eingeschlossen, keiner freien Bewegung mehr mächtig, jedes Mittels neue Kräfte zu sammeln beraubt, schien sich ihrer gänzlichen Auflösung mit starken Schritten zu nähern. Rußland, durch die eigenmächtige Verwandlung der im Tilsiter Frieden frei erklärten Stadt Danzig in einen französischen Waffenplatz, und eines großen Theils von Polen in eine französische Provinz, auf seiner Westgränze schon hinreichend beunruhigt, sah in dem Vorrücken der französischen Macht längs der Seeküste und in den neuen Fesseln, die Preußen bereitet wurden, eine dringende Gefahr für seine deutschen und polnischen Besitzungen. Von diesem Augenblick an war der Bruch zwischen Frankreich und Rußland so gut als entschieden.

Nicht ohne große und gerechte Besorgniß sah Oesterreich diese neuen Wetterwolken aufsteigen. Der Schauplatz der Feindseligkeiten mußte in jedem Falle seine Provinzen berühren, deren Vertheidigungszustand, da die nothwendige Reform des Finanzwesens die Wiederherstellung der Militärmittel gehemmt hatte, höchst unvollkommen war. Aus einem höheren Standpuncte betrachtet, erschien der Kampf, der Rußland bevorstand, in einem äußerst bedenklichen Lichte, da er unter eben so ungünstigen Conjuncturen, eben dem Mangel an Mitwirkung anderer Mächte, eben dem Mißverhältniß der wechselseitigen Streitkräfte, folglich eben so hoffnungslos als alle frühern von ähnlicher Art begann. Se. Maj. der Kaiser boten Alles, was freundschaftliche Vermittlung von einer und der andern Seite vermochte, auf, um den Ausbruch des Sturmes zu hindern. Daß der Zeitpunct so nahe war, wo das Mißlingen dieser wohlgemeinten Schritte dem Kaiser Napoleon weit verderblicher werden sollte, als seinen Gegnern, konnte damals kein menschlicher Scharfsinn voraussehen. So war es im Rath der Weltregierung beschlossen.

Als die Eröffnung des Krieges nicht mehr zweifelhaft war, mußten Se. Majestät auf Maaßregeln denken, wie sich in einer so gespannten und gefährlichen Lage eigene Sicherheit mit pflichtmäßiger Rücksicht auf das wesentliche Interesse benachbarter Staaten vereinigen ließ. Das System einer wehrlosen Unthätigkeit, die einzige Art von Neutralität, die der Kaiser Napoleon, seinen Erklärungen zufolge, gestattet hätte, war nach allen gesunden Staatsgrundsätzen unzulässig und am Ende nur ein ohnmächtiger Versuch, der schweren Aufgabe, die gelöst werden sollte, auszuweichen. Eine Macht von Oesterreichs Gewicht durfte der Theilnahme an den Angelegenheiten von Europa unter keiner Bedingung entsagen, noch sich in eine Lage versetzen, wo sie, gleich unwirksam für Frieden und Krieg, ihre Stimme und ihren Einfluß in allen großen Berathschlagungen verloren hätte, ohne irgend eine Gewährleistung für die Sicherheit der eigenen Gränze zu gewinnen. Sich gegen Frankreich zum Kriege zu rüsten, wäre ein unter den obwaltenden Umständen eben so sehr mit der Billigkeit als mit der Klugheit streitender Schritt gewesen: – Der Kaiser Napoleon hatte Sr. Majestät keinen persönlichen Anlaß zu feindlichen Handlungen gegeben, und die Aussicht, durch geschickte Benutzung der einmal gestifteten freundschaftlichen Verhältnisse, durch vertrauliche Vorstellungen und mildernde Rathschläge manchen wohlthätigen Zweck zu erreichen, war noch nicht alle Hoffnung verschwunden. In Bezug auf das unmittelbare Staatsinteresse aber hätte ein solcher Entschluß zu unausbleiblichen Folge gehabt, daß die österreichischen Länder der erste und vornehmste Schauplatz eines Krieges geworden wären, der bei der offenbaren Unzulänglichkeit ihrer Vertheidigungsmittel die Monarchie in kurzer Zeit zu Boden werfen mußte. In dieser peinlichen Lage blieb Sr. Majestät kein anderer Ausweg als der, auf der Seite Frankreichs den Kampfplatz zu betreten.

Für Frankreich, im eigentlichen Sinne des Worts, Parthey zu ergreifen, hätte nicht nur mit den Pflichten und Grundsätzen des Kaisers, sondern selbst mit den wiederholten Erklärungen seines Cabinets, welches diesen Krieg ohne allen Rückhalt gemißbilligt hatte, im Widerspruch gestanden. Se. Majestät gingen bei der Unterzeichnung des Tractats vom 14. März 1812 von zwei bestimmten Gesichtspunkten aus. Der nächste war, wie selbst die Worte des Tractats bezeugen, sich keines Mittels zu begeben, wodurch früher oder später auf den Frieden gewirkt werden konnte; der andere, von innen und außen eine Stellung zu gewinnen, die, im Fall der Unmöglichkeit des Friedens, oder wenn der Lauf des Krieges entscheidende Maaßregeln nothwendig machen sollte, Oesterreich in den Stand setzte, mit Unabhängigkeit zu handeln und in jeder gegebenen Voraussetzung so zu Werke zu gehen, wie eine gerechte und weise Politik es vorschreiben würde. Aus diesem Grunde ward nur ein genau bestimmter und verhältnißmäßig geringer Theil der Armee zur Mitwirkung bei Kriegsoperationen verheißen; die übrigen bereits vorhandenen, oder noch zu bildenden Streitkräfte blieben außer aller Gemeinschaft mit diesem Kriege. Durch eine Art von stillschweigender Uebereinkunft wurde selbst das Gebiet der Monarchie von allen kriegführenden Mächten als neutral behandelt. Der wahre Sinn und Zweck des von Sr. Majestät gewählten Systems konnte weder Frankreich, noch Rußland, noch irgend einem einsichtsvollen Beobachter der Weltbegebenheiten entgehen.

Der Feldzug von 1812 bewies an einem denkwürdigen Beispiel, wie ein mit Riesenstreitkräften ausgestattetes Unternehmen in den Händen eines Feldherrn vom ersten Range scheitern kann, wenn er, im Gefühl großer militärischer Talente, den Schranken der Natur und den Vorschriften der Weisheit Trotz zu bieten gedenkt. Ein Blendwerk der Ruhmbegierde zog den Kaiser Napoleon in die Tiefen des russischen Reichs; und eine falsche politische Ansicht verleitete ihn zu glauben, daß er in Moskau den Frieden vorschreiben, die russische Macht auf eine halbes Jahrhundert lähmen, dann siegreich zurückkehren würde. Als die erhabene Standhaftigkeit des Kaisers von Rußland, die ruhmvollen Thaten seiner Krieger, und die unerschütterte Treue seiner Völker diesem Traum ein Ende gemacht, war es zu spät, ihn ungestraft zu bereuen. Die ganze französische Armee wurde zerstreut und vernichtet; in weniger als vier Monaten sah man den Schauplatz des Krieges vom Dniepr und der Dwina an die Oder und Elbe versetzt. Dieser schnelle und außerordentliche Glückswechsel war der Vorbote einer wichtigen Revolution in den gesammten politischen Verhältnissen von Europa. Die Verbindung zwischen Rußland, Großbritannien und Schweden bot allen umliegenden Staaten einen neuen Vereinigungspunct dar. Preußen, längst rühmlich vertraut mit dem Entschlusse, das Aeußerste zu wagen, selbst die Gefahr des unmittelbaren politischen Todes einem langsamen Verschmachten unter auszehrenden Bedrückungen vorzuziehen, ergriff den günstigen Augenblick und warf sich den Verbündeten in die Arme. Viele größere und kleinere Fürsten Deutschlands waren bereit, ein Gleiches zu thun. Allenthalben eilten die ungeduldigen Wünsche der Völker dem regelmäßigen Gange ihrer Regierungen zuvor. Von allen Seiten schlug der Drang nach Unabhängigkeit unter eigenen Gesetzen, das Gefühl gekränkter Nationalehre, die Erbitterung gegen schwer mißbrauchte fremde Obergewalt, in helle Flammen auf.

Se. Majestät der Kaiser, zu einsichtsvoll, um diese Wendung der Dinge nicht als eine natürliche und nothwendige Folge einer vorhergegangenen gewaltsamen Ueberspannung, und zu gerecht, um sie mit Unwillen zu betrachten, hatten Ihr Augenmerk einzig darauf gerichtet, wie sie durch reiflich überdachte und glücklich combinirte Maaßregeln für das wahre und bleibende Interesse des europäischen Gemeinwesens benutzt werden könnte. Schon seit dem Anfange des Decembermonats waren von Seiten des österreichischen Cabinets bedeutende Schritte gethan worden, um den Kaiser Napoleon durch Gründe, die seiner eigenen Wohlfahrt eben so nahe lagen, als dem Interesse der Welt, für eine gerechte und friedliche Politik zu stimmen. Diese Schritte wurden von Zeit zu Zeit erneuert und verstärkt. Man schmeichelte sich, daß der Eindruck des vorjährigen Unglücks, der Gedanke an die fruchtlose Hinopferung einer ungeheuern Armee, die zum Ersatz dieses Verlustes erforderlichen harten Zwangsmaaßregeln aller Art, der tiefe Widerwille der französischen Nation und aller in ihr Schicksal verflochtenen Länder gegen den Krieg, der, ohne Aussicht auf künftige Schadloshaltung, ihr Inneres erschöpfte und zerriß; daß endlich selbst ein kaltblütiges Nachdenken über die Ungewißheit des Ausganges dieser neuen höchst bedenklichen Krisis – den Kaiser bewegen könnte, den Vorstellungen Oesterreichs Gehör zu geben. Der Ton, in welchem diese an ihn gerichtet wurden, war den Umständen sorgfältig angepaßt; so ernst als die Größe des Zwecks, so schonend als der Wunsch eines günstigen Erfolges und die obwaltenden freundschaftlichen Verhältnisse es forderten. Daß Eröffnungen, die aus lauterer Quelle geflossen waren, bestimmt verworfen werden sollten, ließ sich freilich nicht erwarten. Die Art aber, wie man sie aufnahm, und mehr noch der scharfe Contrast zwischen den Gesinnungen, welche Oesterreich nährte, und dem ganzen Verfahren des Kaisers Napoleon zur Zeit jener mißlungenen Friedensversuche, schlug schon früh die besten Friedenshoffnungen nieder. Anstatt durch eine gemäßigte Sprache wenigstens den Blick in die Zukunft zu erheitern und die allgemeine Verzweiflung zu besänftigen, wurde vor den höchsten Autoritäten in Frankreich bei jeder Veranlassung feierlich angekündigt, daß der Kaiser auf keinen Friedensvertrag hören würde, der die Integrität des französischen Reiches – im französischen Sinne des Wortes – verletzen, order irgend eine der ihm willkührlich einverleibten Provinzen in Anspruch nehmen möchte. Zu gleicher Zeit wurde selbst von solchen eventuellen Bedingungen, die diese eigenmächtig aufgestellte Gränzlinie nicht einmal zu treffen schien, bald mit drohender Unmuth, bald mit bitterer Verachtung gesprochen; gleich als hätte man nicht vernehmlich genug andeuten können, wie fest der Kaiser Napoleon entschlossen sey, der Ruhe der Welt auch nicht ein einziges namhaftes Opfer zu bringen. Diese feindseligen Manifeste hatten für Oesterreich noch die besondere Kränkung zur Folge, daß sie selbst die Aufforderungen zum Frieden, die dieses Cabinet, mit Vorwissen und scheinbarer Beistimmung Frankreichs, an andere Höfe gelangen ließ, in ein falsches und höchst unvortheilhaftes Licht stellten. Die wider Frankreich verbündeten Souveraine setzten den österreichischen Unterhandlungs- und Vermittlungs-Anträgen, statt aller Antworten, die öffentlichen Erklärungen des französischen Kaisers entgegen. Als Se. Majestät im Monat März einen Gesandten nach London geschickt hatten, um England zur Theilnahme an einer Friedensunterhandlung einzuladen, erwiederte das brittische Ministerium, es könne nicht glauben, daß Oesterreich noch Friedenshoffnungen Raum gebe, da der Kaiser Napoleon in der Zwischenzeit Gesinnungen offenbart habe, die nur zur Verewigung des Krieges führen müßten, eine Aeußerung, die Sr. Majestät um so schmerzhafter seyn mußte, je gerechter und gegründeter sie war. Nichtsdestoweniger fuhr Oesterreich fort, dem Kaiser von Frankreich die dringende Nothwendigkeit des Friedens immer bestimmter und stärker an’s Herz zu legen; bei jedem seiner Schritte von dem Grundsatze geleitet, daß, da das Gleichgewicht und die Ordnung in Europa durch die gränzenlose Uebermacht Frankreichs waren gestört worden, ohne Beschränkung dieser Uebermacht kein wahrer Friede gedacht werden könne.

Zur gleichen Zeit ergriffen Se. Majestät alle zur Verstärkung und Concentrirung Ihrer Armee erforderlichen Maaßregeln. Der Kaiser fühlte, daß Oesterreich zum Kriege gerüstet seyn müßte, wenn seine Friedensvermittlung nicht ganz ohnmächtig werden sollte. Ueberdieß hatten Se. Maj. sich schon längst nicht verborgen, daß der Fall einer unmittelbaren Theilnahme am Kriege von Ihren Berechnungen nicht ausgeschlossen seyn dürfte. Der bisherige Zustand der Dinge konnte nicht fortdauern; von dieser Ueberzeugung war der Kaiser durchdrungen, sie war die Triebfeder seiner sämmtlichen Schritte. Schlug jeder Versuch, zum Frieden zu gelangen, schon in erster Instanz fehl, so mußte jene Ueberzeugung nur noch lebendiger werden. Das Resultat ergab sich von selbst. Auf einem von beiden Wegen, durch Unterhandlungen oder durch Waffengewalt, mußte man zu einem andern Zustande gelangen. Der Kaiser Napoleon hatte die Kriegsrüstungen Oesterreichs nicht nur vorausgesehen, sondern selbst als nothwendig anerkannt, und bei mehr als einer Gelegenheit ausdrücklich gebilligt. Er hatte Gründe genug, um zu glauben, daß Se. Maj. der Kaiser in einem für das Schicksal der Welt so entscheidenden Zeitpuncte alle persönlichen und vorübergehenden Rücksichten bei Seite setzen, nur das bleibende Wohl der österreichischen Monarchie und der sie umgebenden Staaten zu Rathe ziehen, und nichts beschließen würde, als was diese höchsten Motive Ihm zur Pflicht machten. Das österreichische Cabinet hatte sich nie so geäußert, daß seinen Absichten eine andere vernünftige Deutung gegeben werden konnte. Nichtsdestoweniger wurde von Seiten Frankreichs nicht bloß anerkannt, daß die österreichische Vermittlung nur eine bewaffnete seyn könne, sondern mehr als einmal erklärt, wie bei den eingetretenen Umständen Oesterreich sich nicht mehr auf eine Nebenrolle beschränken könne, sondern mit großen Kräften auf dem Schauplatz erscheinen, und als selbsthandelnde Hauptmacht einen Ausschlag geben müsse. Was auch sonst die französische Regierung von Oesterreich hoffen oder besorgen mochte, in jenem Geständniß lag die vorläufige Rechtfertigung des ganzen von Sr. Majestät dem Kaiser beschlossenen und durchgeführten Ganges.

Bis auf diesen Punct hatten die Verhältnisse sich entwickelt, als der Kaiser Napoleon Paris verließ, um den Fortschritten der allirten Armeen Einhalt zu thun. Dem Heldenmuth der russischen und preußischen Truppen in den blutigen Gefechten des Monats Mai haben selbst ihre Feinde gehuldigt. Das gleichwohl der Ausgang dieser ersten Periode des Feldzugs nicht günstiger für sie war, hatte theils in der Ueberzahl der französischen Kriegsmacht und in dem von aller Welt anerkannten militärischen Genie des Anführers derselben, theils in den politischen Combinationen, welche den verbündeten Souverains bei ihrer ganzen Unternehmung zur Richtschnur dienten, seinen Grund. Sie handelten in der richtig berechneten Voraussetzung, daß eine Sache, wie die für welche sie stritten, unmöglich lange bloß die ihrige bleiben könne, daß früher oder später, im Glück oder im Unglück, jeder noch nicht ganz seine Selbstständigkeit entkleidete Staat in ihren Bund treten, jede unabhängig gebliebene Armee auf ihrer Seite stehen müsse. Sie ließen daher der Tapferkeit ihrer Truppen nur so weit, als der Augenblick es gebot, freien Schwung, und sparten einen ansehnlichen Theil ihrer Kräfte für einen Zeitraum auf, wo sie mit ausgedehnteren Mitteln nach größeren Erfolgen streben zu können hofften. Aus gleichen Gründen und um die weitere Entwicklung der Begebenheiten abwarten zu können, gingen sie einen Waffenstillstand ein.

Inzwischen hatte durch den Rückzug der Alliirten der Krieg für den Augenblick eine Gestalt genommen, die dem Kaiser täglich fühlbarer machte, wie unmöglich es seyn würde, beim weiteren Fortgange desselben ein unthätiger Zuschauer zu bleiben. Vor allem war das Schicksal der preußischen Monarchie ein Punct, der Sr. Maj. Aufmerksamkeit lebhaft beschäftigte. Der Kaiser hielt die Wiederherstellung der preußischen Macht für den ersten Schritt zur Widerherstellung des politischen Systems von Europa; die Gefahr, in welcher sie jetzt schwebte, sah er ganz wie seine eigene an. Der Kaiser Napoleon hatte dem österreichischen Hofe bereits zu Anfang des Aprilmonats eröffnen lassen, daß er die Auflösung der preußischen Monarchie als eine natürliche Folge ihrer Abtrünnigkeit von Frankreich und der weiteren Fortsetzung des Krieges betrachte, und daß es nur jetzt von Oesterreich abhängen würde, ob es die wichtigste und schönste ihrer Provinzen mit seinen Staaten vereinigen wolle; eine Eröffnung, die deutlich genug bewies, daß kein Mittel unversucht bleiben müsse, um Preußen zu retten. Wenn dieser große Zweck durch einen billigen Frieden nicht zu erreichen war, so mußten Rußland und Preußen durch eine kräftige Mitwirkung unterstützt werden. Von diesem natürlichen Gesichtspuncte aus, über welchen selbst Frankreich sich nicht leicht mehr täuschen konnte, setzten Se. Majestät Ihre Rüstungen mit unermüdlicher Thätigkeit fort. Sie verließen in den ersten Tagen des Junimonats Ihre Residenz und begaben Sich in die Nähe des Kriegsschauplatzes, um theils an den Unterhandlungen für den Frieden, der nach wie vor das höchste Ziel Ihrer Wünsche blieb, wenn sich irgend eine Aussicht dazu neigte, wirksamer zu arbeiten, theils die Vorbereitungen zum Kriege, wenn Oesterreich keine andere Wahl bleiben sollte, mit größerem Nachdruck leiten zu können.

Nicht lange zuvor hatte der Kaiser Napoleon ankündigen lassen: "Er habe einen Friedenscongreß zu Prag in Vorschlag gebracht, wo Bevollmächtigte von Frankreich, den vereinigten Staaten von Nordamerika, Dänemark, dem Könige von Spanien und sämmtlichen alliirten Fürsten, und von der andern Seite Bevollmächtigte von England, Rußland, Preußen, den spanischen Insurgenten und den übrigen Alliirten dieser kriegführenden Masse erscheinen, und die Grundlagen eines langen Friedens festsetzen sollten." – An wen diese Vorschläge gerichtet, auf welchem Wege, in welcher diplomatischen Form, durch wessen Organ sie geschehen seyn konnten, war dem österreichischen Cabinet, welches bloß durch die öffentlichen Blätter zur Kenntniß desselben gelangte, völlig unbekannt. Wie übrigens ein solches Project auch nur eingeleitet, wie aus der Vereinigung so ungleichartiger Elemente, ohne irgend eine einstimmig anerkannte Grundlage, ohne irgend eine planmäßig geordnete Vorarbeit, eine Friedensunterhandlung erwachsen sollte, ließ sich so wenig fassen, daß es erlaubt war, den ganzen Vorschlag weit eher für ein Spiel der Phantasie, als für die ernstlich gemeinte Aufforderung zu einer großen politischen Maaßregel, zu halten. Mit den Schwierigkeiten eines allgemeinen Friedens vollkommen vertraut, hatte Oesterreich lange darüber gedacht, ob diesem fernen und mühsam zu erreichenden Ziele nicht allmählig und schrittweise näher gerückt werden könne, und in diesem Sinne sowohl gegen Frankreich als gegen Rußland und Preußen die Idee eines Continentalfriedens geäußert. Nicht als ob der österreichische Hof die Nothwendigkeit und den überwiegenden Werth eines von allen großen Mächten gemeinschaftlich verhandelten und abgeschlossenen Frieden, ohne welchen für Europa weder Sicherheit noch Wohlfahrt zu hoffen ist, auch nur einen Augenblick verkannt, oder gemeint hätte, der Continent könnte bestehen, wenn man je aufhörte, die Trennung von England als ein tödtliches Uebel zu betrachten! Die Unterhandlungen, die Oesterreich vorschlug, nachdem durch Frankreichs abschreckende Erklärung fast jede Hoffnung auf Theilnahme Englands an einem gemeinschaftlichen Friedensversuch vereitelt worden war, sollten nur als wesentlicher Bestandtheil einer bevorstehenden größeren Unterhandlung dienen, Präliminar-Artikel zum künftigen Haupttractat liefern, durch einen langen Continental-Waffenstillstand einer ausgedehnteren und gründlicheren Verhandlung den Weg bahnen. Wäre der Standpunct, von welchem Oesterreich ausging, ein anderer gewesen, so würden sicherlich Rußland und Preußen, durch die bestimmtesten Verträge an England gebunden, sich nie entschlossen haben, den Einladungen des österreichischen Cabinets Gehör zu geben. Nachdem der russische und preußische Hof, von einem für Se. Maj. den Kaiser höchst schmeichelhaften Vertrauen geleitet, sich bereit erklärt hatten, einem Friedenskongreß unter österreichischer Vermittlung die Hand zu bieten, kam es darauf an, der förmlichen Beistimmung des Kaisers Napoleon gewiß zu werden, und von dieser Seite die Maaßregeln zu verabreden, die unmittelbar zur Friedensunterhandlung führen sollten. In dieser Absicht entschlossen sich Se. Majestät, Ihren Minister der auswärtigen Angelegenheiten in den letzten Tagen des Junimonats nach Dresden zu schicken. Das Resultat dieser Sendung war eine am 30. Juni abgeschlossene Convention, durch welche die von Sr. Maj. dem Kaiser angebotene Vermittlung zum Behuf eines allgemeinen, und im Fall kein solcher zu Stande kommen könnte, eines vorläufigen Continental-Friedens vom Kaiser Napoleon angenommen wurde. Die Stadt Prag wurde zum Congreßort und der 5. Juni zum Tage der Eröffnung bestimmt. Um die für die Unterhandlung erforderliche Zeit zu gewinnen, war in derselben Convention festgesetzt, daß der Kaiser Napoleon den mit Rußland und Preußen bis zum 20. Juli bestehenden Waffenstillstand vor dem 10. August nicht aufkündigen würde; und Se. Maj. der Kaiser übernahm es, den russischen und preußischen Hof zu einer gleichen gegenseitigen Erklärung zu vermögen. Die in Dresden verhandelten Puncte wurden hierauf diesen beiden Höfen mitgetheilt. Obgleich die Verlängerung des Waffenstillstandes mit manchen Bedenklichkeiten und manchen wesentlichen Inconvenienzen für sie verknüpft war, überwog doch alle Einwürfe der Wunsch, Sr. Maj. dem Kaiser einen neuen Beweis Ihres Vertrauens zu geben und zugleich vor der Welt zu beurkunden, daß Sie keine Aussicht zum Frieden, wie schwach und beschränkt sie auch seyn möchte, vernachlässigen, keinen Versuch, der den Weg dazu bahnen könnte, von Sich ablehnen wollten. Die Convention vom 30. Juni erlitt keine Abänderung als die, daß der Termin der Eröffnung des Congresses, weil die letzten Verabredungen so schnell nicht hatten beendigt werden können, bis zum 12. Juli hinausgerückt wurde.

In der Zwischenzeit hatten Seine Majestät, da Sie die Hoffnung, den Leiden der Menschheit und den Zerrüttungen der politischen Welt durch eine allgemeinen Frieden ein gründliches Ende zu bereiten, noch immer nicht aufgeben konnten, auch einen neuen Schritt bei der brittischen Regierung beschlossen. Der Kaiser Napoleon hatte dieß Vorhaben nicht nur mit anscheinendem Beifall aufgenommen, sondern sich selbst erboten, zur Abkürzung der Sache den deßhalb nach England abzusendenden Personen, die Reise durch Frankreich zu gestatten. Als es zur Ausführung kommen sollte, fanden sich unerwartete Schwierigkeiten vor; die Ertheilung der Pässe wurde von einem Termine zum andern, unter unerheblichen Vorwänden, aufgehoben, zuletzt gänzlich verweigert. Dieser Vorgang lieferte einen neuen und bedeutenden Grund zu großen und gerechten Zweifeln gegen die Aufrichtigkeit der von dem Kaiser Napoleon mehr als einmal öffentlich ausgestellten Versicherungen seiner Geneigtheit zum Frieden, zumal da man nach mehreren seiner Aeußerungen gerade damals hatte glauben muessen, daß der Seefriede Ihm vorzüglich am Herzen liege.

Unterdessen hatten Ihre Majestäten der Kaiser von Rußland und der König von Preußen Ihre Bevollmächtigten zum Friedenscongreß ernannt und mit sehr bestimmten Instructionen versehen; und diese Bevollmächtigten trafen, sowie der von Sr. Majestät mit dem Vermittlungsgeschäft beauftragte Minister, am 12. Juli zu Prag ein. Die Unterhandlungen, wenn sie nicht frühzeitig eine Wendung nahmen, die ein erwünschtes Ziel mit Zuversicht voraussehen ließ, konnten nicht über den 10. August hinaus fortdauern. Bis zu diesem Termine war durch Oesterreichs Vermittlung der Waffenstillstand verlängert; die politische und militärische Lage der Mächte, die Stellungen und Bedürfnisse der Armeen, der Zustand der Länder, welche sie besetzt hatten, den sehnliche Wunsch der verbündeten Souverains, einer quälenden Ungewißheit ein Ende zu machen, gestatteten keine weitere Verlängerung. Der Kaiser Napoleon war mit allen diesen Umständen bekannt. Er wußte, daß die Dauer der Unterhandlung durch die des Waffenstillstandes nothwendig bestimmt war. Ueberdieß konnte der Kaiser Napoleon sich nicht leicht verbergen, wie sehr eine glückliche Abkürzung und ein froher Ausgang des bevorstehenden Geschäfts von Seinen Entschließungen abhing. Mit wahrem Kummer mußten daher Se. Maj. der Kaiser gar bald inne werden, daß von französischer Seite nicht nur kein ernsthafter Schritt zur Beschleunigung des großen Werks geschah, sondern vielmehr ganz so verfahren wurde, als hätte man die Verzögerung der Unterhandlungen und die Vereitlung eines günstigen Erfolges bestimmt zur Absicht gehabt. Ein französischer Minister befand sich zwar am Ort des Congresses, doch ohne Auftrag, irgend etwas zu unternehmen, bis der erste Bevollmächtigte erschienen seyn würde. Die Ankunft dieses ersten Bevollmächtigten wurde von einem Tage zum andern vergeblich erwartet. Erst am 21. Juli erfuhr man, daß ein beim Abschluß der Waffenstillstands-Verlängerung zwischen den französischen und russisch-preußischen Commissarien vorgefallener Anstand, ein Hinderniß von sehr unterordnetem Belange, das auf den Friedenscongreß keinen Einfluß haben konnte, und das durch österreichische Vermittlung leicht und schnell hätte gehoben werden können, jene befremdende Verspätung erklären und rechtfertigen sollte. Als auch dieser Vorwand beseitigt war, langte endlich der erste französische Bevollmächtigte den 28. Juli, sechzehn Tage nach dem zur Eröffnung des Congresses bestimmten Termine, in Prag an. Gleich in den ersten Tagen nach der Ankunft dieses Ministers blieb über das Schicksal des Congresses kaum ein Zweifel mehr übrig. Die Form, in welcher die Vollmachten übergeben und die wechselseitigen Erklärungen eingeleitet werden sollten, ein Punct, der früher bereits von allen Seiten zur Sprache gekommen war, wurde der Gegenstand einer Discussion, an welcher alle Bemühungen des vermittelnden Ministers scheiterten. Die offenbare Unzulänglichkeit der den französischen Bevollmächtigten ertheilten Instructionen führte ein Stillstand von mehreren Tagen herbei. Nicht eher als am 6. August überreichten diese Bevollmächtigten eine neue Erklärung, durch welche die obwaltende Schwierigkeit in Rücksicht der Form nicht gehoben, die Unterhandlung ihrem wesentlichen Zwecke um keinen Schritt näher gebracht wurde. Unter einem fruchtlosen Notenwechsel über jene vorläufigen Fragen gelangte man an den 10. August. Die russischen und preußischen Bevollmächtigten konnten diesen Termin nicht überschreiten; der Congreß war beendigt; und der Entschluß, den Oesterreich zu fassen hatte, war durch den Gang des Congresses und durch die jetzt ganz vollendete Ueberzeugung von der Unmöglichkeit des Friedens, durch den längst nicht mehr zweifelhaften Standpunct, aus welchem Se. Majestät die große Streifrage betrachtete, durch die Grundsätze und Absichten der Alliirten, in welchen der Kaiser die Seinigen erkannte, endlich durch die bestimmtesten früheren Erklärungen, die keinem Mißverständniß Raum ließen, zum Voraus entschieden.

Nicht ohne tiefe Betrübniß, und allein durch das Bewußtseyn getröstet, daß alle Mittel, die Erneuerung des Kampfes zu vermeiden, erschöpft worden sind, sieht der Kaiser sich zu diesem Schritte gezwungen. Se. Maj. haben drei Jahre lang mit unermüdlicher Beharrlichkeit darnach gestrebt, die Grundlage der Moeglichkeit eines wahren und dauerhaften Friedens für Oesterreich und für Europa auf milden und versöhnenden Wegen zu gewinnen. Diese Bemühungen sind vereitelt; kein Hülfsmittel, keine Zuflucht mehr, als bei den Waffen. Der Kaiser ergreift sie ohne persönliche Erbitterung, aus schmerzhafter Nothwendigkeit, aus unwiderstehlich gebietender Pflicht, aus Gründen, welche jeder treue Bürger Seines Staates, welche die Welt, welche der Kaiser Napoleon selbst in einer Stunde der Ruhe und Gerechtigkeit erkennen und billigen wird. Die Rechtfertigung dieses Krieges ist in dem Herzen jedes Oesterreichers, jedes Europäers, unter wessen Herrschaft er auch lebe, mit so großen und leserlichen Zügen geschrieben, daß keine Kunst zu Hülfe genommen werden darf, um sie geltend zu machen. Die Nation und die Armee werden das Ihrige thun. Ein durch gemeinschaftliche Noth und gemeinschaftliches Interesse gestifteter Bund mit allen für ihre Unabhängigkeit bewaffneten Mächten wird unsern Anstrengungen ihr volles Gewicht geben. Der Ausgang wird, unter dem Beistande des Himmels, die gerechten Erwartungen aller Freunde der Ordnung und des Friedens erfüllen.






Freundchafts- und Defensiv-Allianz-Tractat zwischen dem König von Preußen Friedrich Wilhelm III. und dem Kaiser von Oesterreich Franz II.,
[einer der beiden "Allianzverträge von Teplitz"]

geschl. zu Töplitz den 9. September 1813.


Im Namen der allerheiligsten und untheilbaren Dreieinigkeit!

Seine Majestät der König von Preußen und Seine Majestät der Kaiser von Oesterreich, König von Ungarn und Böhmen, von gleichem Wunsche beseelt, den Leiden Europa’s ein Ziel zu setzen und dessen künftige Ruhe durch die Wiederherstellung eines billigen Gleichgewichts der Mächte zu sichern, haben Sich entschlossen, den Krieg, in welchem Sie für diesen heilsamen Zweck begriffen sind, mit den gesammten Streitkräften, welche die Vorsehung Ihrer Macht verliehen hat, fortzusetzen. Da Sie zugleich die Wirkungen eines so wohlthätigen Einverständnisses auf die Zeit hinaus erstrecken wollen, wo, nach vollkommen erreichtem Zwecke des gegenwärtigen Krieges, Ihr wechselseitiges Interesse die Aufrechterhaltung der durch den glücklichen Erfolg desselben herbeigeführten Ordnung der Dinge dringend erheischen wird: so haben zur Festsetzung der Artikel eines Freundschafts- und Defensiv-Allianz-Tractats, Bevollmächtigte, mit Ihren Instructionen
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