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Containerschifffahrt



 
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mercedes
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PostPosted: 26.03.2009, 02:31    Post subject: Containerschifffahrt Reply with quote

Containerschifffahrt
Stillstand im Hafen
Von Robert von Lucius

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25. März 2009 In Bremen, Bremerhaven, Emden und Wilhelmshaven liegen Schiffe dicht gedrängt; Liegeplätze sind knapp. Aber nicht wie vor wenigen Monaten als Zeichen eines scheinbar unaufhaltsamen Aufschwungs der maritimen Wirtschaft, sondern als Zeichen der Krise. In den Seehäfen des Nordwestens liegen derzeit 28 Schiffe mit einer Notbesatzung, die darauf wartet, bis die Nachfrage wieder anzieht.

Sichtbar wird der Umschwung auch in Bremen. Anfang dieses Jahres meldete der Hafen für 2008 noch neue Rekorde im Umschlag, die Einweihung des neuen Containerterminals CT4 in Bremerhaven auf Europas größter Hafenbaustelle und ein hohes Vorsteuerergebnis der bremischen Hafengruppe BLG-Logistic für das Vorjahr in allen drei Bereichen, dem Containerumschlag, bei Automobilen und Kontraktlogistik. Ende Januar sprachen norddeutsche Hafenpolitiker auf einem Treffen in Bremerhaven noch von der rasanten Entwicklung der Seehäfen in den vergangenen 15 Jahren und „herausragenden Perspektiven“. Die Gesellschaft Bremenports wollte durch verbesserte Verkehrsströme und Transporte die Kapazitätsgrenze um 50 Prozent anheben. Anfang März verwiesen die Bremer Reeder zur Gründungsfeier ihres Bremer Rhedervereins vor 125 Jahren auf stolze Zahlen - 370 Schiffe fahren für Bremens Reeder, 130 sind im Bau oder bestellt, 7500 Seeleute und 1000 Mitarbeiter an Land im Sold.

Noch dramatischer sieht es im Schiffsbau aus

Auf dem Logistiktag in Bremerhaven Mitte März aber ging es schon um die Krise und um den überehrgeizigen Neubau von Schiffen, der auch ohne den Rückschlag zu Überkapazitäten geführt hätte. Spediteure klagen über den Verfall der Frachtraten, viele Firmen kämpften um das Überleben. In Boomzeiten kostete der Transport eines Standardcontainers von Europa nach Asien bis zu 3000 Dollar, Anfang vorigen Jahres 900 Euro, zum Jahresende nur noch 250 Euro. In Bremerhaven ist der Hafenumschlag in den ersten beiden Monaten dieses Jahres um ein Fünftel eingebrochen. Sichtbar wird der Einbruch vor allem bei der Autoverladung: Fotos der überfüllten Autolager in Bremerhaven wurden seit Jahresbeginn zum bildlichen Symbol der Krise der Autoindustrie. Es fehlen Stellplätze in Europas größtem Autoterminal, weil die Autos angeliefert, aber nicht mehr verkauft werden.

Noch dramatischer als bei der Verfrachtung von Autos und Containern ist der Einbruch im Schiffsbau. Reparaturen und Wartungen sind noch gefragt, Neubauaufträge aber bleiben aus, und bestellte Schiffsbauten werden storniert. Das beruht auf mangelnder Nachfrage und Überkapazitäten, auf dem Ausbau der Großwerften in China und Korea und auf dem Austrocknen der Schiffsfinanzierung. Der Schiffskreditmarkt der Banken läuft ebenso aus wie eine weitere Finanzierungsquelle, die Schiffsfonds privater Anleger. In Thyssen-Krupp-Werften in Kiel und Emden wurde zu Monatsbeginn der bereits begonnene Bau von vier Containerschiffen gestoppt, weil Banken die Finanzierung nicht mehr trugen. In Bremerhaven meldete die traditionsreiche SSW-Werft Ende Januar Insolvenz an, nachdem sie kleinere Containerfrachter mit Verlust baute und Folgeaufträge ausblieben. Auf 60 deutschen Werften arbeiten 23.000 Menschen, dazu kommen 70.000 in der Zulieferindustrie.

Häfen wie Hamburg und Rostock versuchen, der sinkenden Beschäftigung mit Kurzarbeit zu begegnen. Dort könnten bis Jahresende bis zu 1400 Arbeiter des Gesamthafenbetriebsvereins ihren Job verlieren. In Bremerhaven wird ebenfalls reagiert: „Wir haben uns entschieden, alle Zeitverträge bis zum Ende des Jahres auslaufen zu lassen“, sagte GHB-Chef Hubertus Ritzke. 2500 Mitarbeiter sind im GHB-Pool, davon ein Drittel befristet beschäftigt. Außerdem müssten bis zu 500 Festangestellte ausscheiden. „Die Flaute dauert zu lange, unsere Kasse droht leerzulaufen.“



Text: F.A.Z.
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