Die Echten, die Modelle und die Models: Das LKW- und Logistikforum
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Gigaliner



 
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mercedes
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Joined: 29 Mar 2006
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PostPosted: 06.03.2007, 14:27    Post subject: Gigaliner Reply with quote

NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke (CDU) hat gestern das Startsignal für den Modellversuch mit den so genannten Giga-Linern gegeben. Auf ausgewählten Strecken dürfen die bis zu 25 Meter langen Fahrzeuge zunächst bis Ende 2007 verkehren. Die erste Genehmigung ging an die Spedition Meyer & Meyer aus Osnabrück, die einen solchen Riesen-Lkw auf der Strecke zwischen Mönchengladbach und Peine erproben will.


Der Minister erhofft sich von dem Pilotprojekt Erkenntnisse über das Verhalten der Fahrzeuge im Straßenverkehr. Ähnliche Projekte gibt es bereits in Niedersachsen und den Niederlanden. Das zulässige Gesamtgewicht (bisher 40 Tonnen) wird bei dem NRW-Test aber auf 44 Tonnen begrenzt, während im benachbarten Ausland auch „Monstertrucks“ bis zu 60 Tonnen zulässig sind.


Insgesamt hätten sich 20 Spediteure für das Pilotprojekt angemeldet, sagte Wittke. Die ausgesuchte erste Spedition werde im Giga-Liner Textilien von einem Mönchengladbacher Lager zu einem Logistikzentrum in Peine transportieren. Dabei handele es sich zwar um sperrige, aber vergleichsweise leichte Ware. Gerade für solche Güter sei der Einsatz überlanger Lkw für Transportunternehmer attraktiv.


Der Vorstoß Nordrhein-Westfalens stößt in Berlin auf harsche Kritik. „Das Vorgehen von Herrn Wittke steht nicht in Übereinstimmung mit den Beschlüssen der Verkehrsministerkonferenz“, so Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD). Die Runde mit den Verkehrsministern aus Bund und Ländern setze auf die Auswertung einer Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen, um dann über die generelle Zulassung der Riesen-Lkw zu entscheiden - „und zwar gemeinsam und auf solider Grundlage“, sagte der Minister unserer Zeitung.


Derzeit sei der Bund selbst an einem repräsentativen Feldversuch beteiligt. „Wir brauchen keine weiteren Tests. Ich appelliere an alle Landesverkehrsminister, auch Herrn Wittke, mit der Erteilung von Sondergenehmigungen zu warten, bis die Ergebnisse der Studie ausgewertet sind“, so Tiefensee.
Mega-Trucks dürfen auf NRW-Straßen Nordrhein-Westfalen verteidigt seinen Schritt. Laut Wittke lässt sich bei einem Einsatz von Giga-Linern bis zu einem Viertel der Fahrten herkömmlicher Lkw auf den Autobahnen vermeiden. Der Modellversuch liege angesichts beschränkter Ausbaukapazitäten des Straßennetzes und der nicht ausreichenden Transportkapazitäten der Schiene im besonderen Interesse von NRW, behauptet der Verkehrsminister.
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mercedes
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Joined: 29 Mar 2006
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PostPosted: 06.03.2007, 14:28    Post subject: Reply with quote

Gigaliner sind bis zu sieben Meter länger als normale LKW. An den Riesen-Trucks scheiden sich die Geister. Durch die Riesenlaster könnten etliche Fahrten eingespart werden. Kritiker melden dagegen Zweifel an der Verkehrssicherheit an. Trotzdem dürfen in NRW die Giganten jetzt testweise auf die Straße.


Nach Niedersachsen will nun auch Nordrhein-Westfalen mehr als 25 Meter lange Riesenlaster probeweise auf die Straßen lassen. "Wir erwarten von diesem Modellversuch detaillierte Erkenntnisse zum Verhalten der Gigaliner im Straßenverkehr", sagte Verkehrsminister Oliver Wittke am Dienstag in Düsseldorf. Noch in dieser Woche werde die Kölner Bezirksregierung die erste Genehmigung für einen überlangen Truck mit einem Gewicht von bis zu 44 Tonnen erteilen.


Mit Gigalinern ließe sich ein Viertel aller Fahrten herkömmlicher Lastwagen einsparen, sagte Wittke weiter. Die so genannten Monstertrucks mit einem Gewicht von 60 Tonnen seien von dem Modellversuch aber ausgenommen. Als erstes Bundesland hatte Niedersachsen im Juli zunächst zwei Ausnahmegenehmigungen für 25 Meter lange Truck-Gespanne erteilt. Der Auto-Club Europa meldete daraufhin Zweifel an der Verkehrssicherheit der Fahrzeuge an.
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mercedes
Administrator



Joined: 29 Mar 2006
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PostPosted: 06.03.2007, 14:30    Post subject: Reply with quote

Segen oder Fluch?

Die Gigaliner kommen




Gigaliner - auf den ersten Blick handelt es sich um ganz normale Lastzüge. Doch beim Vorbeifahren wird klar, dass diese Riesenlaster rund ein Drittel länger sind als normale Lkw. In Holland, Schweden und Finnland sind sie schon seit Jahren unterwegs. Jetzt will die Automobilindustrie die 600 PS-Laster auch auf deutschen Straßen einsetzen.

Für die einen sind die Riesenlaster ein Schreckgespenst, für die anderen die Lösung vieler Verkehrsprobleme. Aber eines ist klar: Für die Spediteure rechnen sich die Riesen. Durch ihre Größe sollen die Transportkosten um mindestens 16 Prozent sinken und um etwa soviel wird der Kraftstoffverbrauch pro Tonne geringer sein und damit auch die Abgasemissionen.




Die Riesen auf Kurs zu halten ist für die Fahrer kein Problem. Aber durch die Gigaliner werden letztendlich weniger Lkw und damit auch weniger Fahrer gebraucht. Denn sie können bis zu 60 Tonnen transportieren, 50 Prozent mehr als heute üblich. Doch all das müssen sie erst noch in der Praxis beweisen.

Bernd Gottschalk, Präsident Verband der Automobilindustrie VDA, wünscht sich mehr Großversuche in enger Abstimmung mit den Verkehrsministerien, um dann zu sehen wie sich die Fahrzeuge wirklich im Verkehr mit anderen bewegen. Sollte sich dabei herausstellen, dass die Vorteile beim Einsatz der Superlastwagen sich bei der Einsparung von Kraftstoff und Emissionen niederschlagen, wird automatisch ein Prozess angestoßen und dann wird die Akzeptanz automatisch gegeben sein.

In Stuttgart läuft bereits ein Praxisversuch. Motoren aus dem DaimlerChrysler-Werk Untertürkheim werden mehrmals am Tag ins Montagewerk Sindelfingen transportiert. Überwiegend auf vierspurigen Straßen, denn durch die Stadt dürfen sie nicht fahren.

In diesem zweijährigen Test soll herausgefunden werden, wie Pkw-Fahrer auf die Riesenlaster reagieren zum Beispiel beim Überholen. Weiterhin möchte man wissen wie Straßen und vor allem Brücken belastet werden. Kommen da möglicherweise teure Reparaturen auf die Steuerzahler zu während die Speditionswirtschaft Kosten einspart?




In der Versuchsphase sitzen speziell ausgebildete Fahrer am Steuer und alle Testfahrzeuge verfügen über die neuesten Sicherheitstechniken wie Spurassistenzsysteme, Abstandsradar und ESP. Ob das so bleibt muss sich zeigen. Schon heute sparen die Spediteure an jedem Cent.

Durch technisch aufwendige Anhängerkupplungen und mitlenkende Achsen können die Riesenlaster auch um engere Kurven fahren. Da die 60 Tonnen Nutzlast auf bis zu acht Achsen verteilt ist, belastet der Große die Straße eigentlich weniger, aber wie Straßen und Brücken das höhere Gesamtgewicht auf Dauer verkraften weiß bislang keiner.

Der Fahrer ist der größte Kostenfaktor im Speditionsgewerbe. Mit dem Superlaster kann jeder dritte eingespart werden, aber da in den nächsten 10 Jahren in Europa der Güterverkehr um 60 Prozent steigt, werden sie weiter fahren. Mit den Superlastern wird der Transport auf der Straße billiger und der Konkurrent Bahn dadurch noch unattraktiver. Das heißt, es kommen noch mehr Güter auf die Straße.

Das müssen die Superlaster bewältigen. Sie sind der Versuch der Autoindustrie mit weniger aber großen Fahrzeugen mehr zu transportieren und so den sonst unvermeidlichen Dauerstau möglichst zu vermeiden, denn der bremst auch die Kauflust der Pkw-Fahrer und damit zukünftige Verkaufschancen.
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Marina
LKW-Fahrer



Joined: 25 Dec 2006
Posts: 15

PostPosted: 01.04.2007, 15:25    Post subject: Reply with quote

Der Verband Deutscher Papierfabriken (VDP) fordert eine Versachlichung der Diskussion um die als Giga-Liner bezeichneten Groß-Lkw mit 25,25 Meter Gesamtlänge.

Anstatt die modernen Fahrzeuge als Monster-Lkw zu verteufeln, müsse die Diskussion um ein mögliches zulässiges Gesamtgewicht von 60 Tonnen abgetrennt und objektiv über die speziellen Vorteile für leichte Volumentransporte geredet werden, erklärt VDP-Hauptgeschäftsführer Klaus Windhagen.

Papierprodukte mit niedrigem spezifischen Gewicht, zum Beispiel Hygienepapiere oder Wellpappe, lasten heute einen Lkw nur zu rund 50-60 Prozent aus. Auch auf einem 25,25 Meter Lkw mit 150 Quadratmeter Ladevolumen bringen sie das Gesamtgewicht kaum auf 40 Tonnen. Hier könnte der Giga-Liner seine Stärken ausspielen und vor allem im Punkt-zu-Punkt-Verkehr zwischen Fabriken und außerörtlichen Hauptverteilerzentren eingesetzt werden. Bei derartigen Transporten sei der Giga-Liner wirtschaftlicher und umweltfreundlicher als herkömmliche Lkw. Aufgrund seiner geringeren Achslast schone er zudem Straßen und Brücken und beanspruche weniger Straßenraum.

Befürchtungen, dass der Giga-Liner den Transport auf der Schiene verdränge, teilen die Logistik-Experten der Branche nicht. Die Papierindustrie stehe in intensiven Gesprächen mit der Bahn, deren Einsatzmöglichkeiten dort zu verbessern, wo Gleisanschlüsse bestehen.
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babe
LKW-Fahrer



Joined: 25 Jul 2006
Posts: 19

PostPosted: 04.06.2007, 19:29    Post subject: Reply with quote

Ich find es gut.
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