Die Echten, die Modelle und die Models: Das LKW- und Logistikforum
Modellbau und Vorbild beim Transport zu Lande, zu Wasser und in der Luft



 FAQFAQ   SearchSearch   MemberlistMemberlist   UsergroupsUsergroups   RegisterRegister 
 ProfileProfile   Log in to check your private messagesLog in to check your private messages   Log inLog in 

Das Festungsmaschinengewehrbataillon 3102



 
Post new topic   Reply to topic    Die Echten, die Modelle und die Models: Das LKW- und Logistikforum Forum Index -> Logistik//logistics
View previous topic :: View next topic  
Author Message
mercedes
Administrator



Joined: 29 Mar 2006
Posts: 296

PostPosted: 09.10.2006, 14:23    Post subject: Das Festungsmaschinengewehrbataillon 3102 Reply with quote

Holger H. Haunhorst


Das Festungsmaschinengewehrbataillon 3102

Eine Spurensuche






Anschrift des Verfassers:

Holger H. Haunhorst

50226 Frechen – Königsdorf
Widderstraße 11





© April 2005 Holger H. Haunhorst


Berlin
26. September 1944

Hitler unterschreibt den „Erlaß des Führers über die Bildung des Deutschen Volkssturms“. Die Gauleiter werden aufgefordert, „unverzüglich“ alle waffenfähigen Männer im Alter von 16 bis 60 Jahren zu erfassen. Die Öffentlichkeit dürfte allerdings noch nicht informiert werden.

Deutsches Reich
18. Oktober 1944

Die namentliche Erfassung für den Volkssturm beginnt.

Ostfront
Januar 1945

Am 25. Januar 1945 wird aus der bisherigen deutschen Heeresgruppe Nord die Heeresgruppe Kurland, aus der "alten" Heeresgruppe Mitte die "neue" Heeresgruppe Nord, die bisherige Heeresgruppe A heißt ab sofort Heeresgruppe Mitte, die zeitgleich mit der Umgliederung mit Generalfeldmarschall Ferdinand Schörner (1892-1973) einen neuen Oberbefehlshaber erhält. Der russische Vormarsch ging in jenen Tagen unaufhaltsam voran, Krakau war eine Woche zuvor besetzt worden, die Front verlief inzwischen bei Tschenstochau und bei Litzmannstadt (Lodz). Die Sowjets versuchten mit starken Panzerverbänden gegen das schlesische Industriegebiet vorzugehen, dessen Einschließung ihnen auch fast gelang. Hitler hatte wie so oft das Halten bis zum letzten Mann befohlen, aber Oberschlesien war auf jeden Fall verloren, so daß Schörner nach Abwägung der Lage ohne vorherige Rücksprache oder Genehmigung durch Hitler das Industriegebiet räumte und die 17. Armee bis zur Oder zwischen Ratibor und Cosel zurückführte. Er hoffte eine neue Front in der Lausitz, in der Tatra und im niederschlesisch-böhmischen Grenzgebiet aufbauen zu können. Im Februar 1945 mußte Niederschlesien evakuiert werden und der Kampf um Breslau begann zu toben. Durch die beginnende Vertreibung war Breslau inzwischen zu einer Millionenstadt angewachsen. Stadtkommandant war nach dem krankheitsbedingten Ausscheiden des ersten Kommandanten, General Krause, der Generalmajor Hans von Ahlfen. Nach Einschließung des Stadt wurde der Flugplatz Breslau-Gandau zum wichtigsten Platz in der ganzen Stadt, um eine Versorgung aus der Luft zu gewährleisten. Es fehlten aber ausreichend Junkers-Flugzeuge, obwohl Gandau einmal ein Heimatflughafen der Ju-52 war, bei Tage war durch die Belagerung der Stadt ein Landen von Transportflugzeugen nicht möglich, Kampfflugzeuge konnten überhaupt nicht landen, so daß ein Großteil des Munitionsnachschubes mit Fallschirmbehältern abgeworfen werden mußte, eine Versorgungssituation, die naturgemäß nicht ausreichen konnte, zumal der Nachschub nicht nur beim Gegner, sondern auch in der Oder landete.

Generalstab des Heeres
9. Februar 1945

Der Führungsstab des Deutschen Volkssturms beim Reichsführer-SS wird vom Generalstab des Heeres aufgefordert, alle verfügbaren örtlichen Volkssturmeinheiten in die rückwärtigen Stellungen an der Neiße von Muskau bis zur Flussmündung zu kommandieren, da der Hauptdruck der Roten Armee gegen Berlin aus Südosten über Sagan erwartet wurde.

Dresden-Radebeul
Februar 1945

Das Festungsmaschinengewehrbataillon 3102 wird im Wehrkreis III für Dresden als Rahmenbataillon zur Auffüllung durch Volkssturm mit vier Kompanien gegründet und untersteht mit sofortiger Wirkung der Heerestruppe Dresden-Radebeul.

Über das Festungsmaschinengewehrbataillon 3102 existieren im Bundesarchiv-Militärarchiv leider keine Unterlagen; unterhalb der Divisionsebene in den Beständen der Bataillone, Regimenter und Ersatzeinheiten sind nur wenige Akten überliefert.
Das Festungsmaschinengewehrbataillon 3102 wurde im Februar 1945 im Wehrkreis III für Dresden als Rahmenbataillon zur Auffüllung durch Volkssturm mit vier Kompanien gegründet und unterstand der Heerestruppe Dresden-Radebeul.

Es muß daher davon ausgegangen werden, daß das Festungsmaschinengewehrbataillon 3102 mit den in dieser Gegend operierenden deutschen Einheiten kämpfte;
Mein Großvater Hubert Heinrich Haunhorst gehörte als Wehrmachtsangehöriger zum Rahmenpersonal dieses Bataillons, mit dem er in Penzig am 22. April 1945 schwer verwundet wurde. Dies läßt zumindestens den Schluß zu, daß das Festungsmaschinengewehrbataillon 3102 nicht im Großraum der Stadt Dresden eingesetzt wurde, sondern weit vorne an der Front. Es war auf jeden Fall beim deutschen Gegenangriff am 22. April 1945 dabei.

Im folgenden werden die Verbände erwähnt und erläutert mit denen das Festungsmaschinengewehrbataillon 3102 kämpfte, da sowohl die Akten dieses Bataillons in den Kriegswirren verlorengegangen sind als auch eine Zuordnung von Heerestruppen zu anderen Verbänden fast nicht mehr nachzuvollziehen ist.


Verbände, die im Raum des Festungsmaschinengewehrbataillons 3102 im Jahre 1945 kämpften:

Die Heeresgruppe Mitte wurde am 22. Juni 1941 zu Beginn des Rußlandfeldzuges aufgestellt. Sie wurde drei Jahre später im Juli 1944 in Weißrußland durchbrochen und nahezu vollständig vernichtet. Nach ihrem Rückzug auf Ostpreußen am 25. Januar 1945 Umbenennung in Heeresgruppe Nord.
Die gleichzeitige Neuaufstellung erfolgte am 25. Januar 1945 nach dem russischen Durchbruch an der Weichsel durch die Umbenennung der Heeresgruppe A in Heeresgruppe Mitte.

Februar 1945:
Heeresgruppe Mitte bestehend aus 1. und 4. Panzerarmee, 17. Armee
Mai 1945:
Heeresgruppe Mitte bestehend aus 1. und 4. Panzerarmee, 7. und 17. Armee

Die Panzergruppe 1 bzw. 1. Panzerarmee wurde am 16. November 1940 als Panzergruppe 1 aus dem Korps-Kommando XXII aufgestellt. Im Juni 1941 getarnt als Oberbaugruppe Süd an die russische Grenze verlegt.
Am 25. Oktober 1941 in 1. Panzerarmee umbenannt.

Januar 1945 Heeresgruppe A Einsatz im Osten
Februar 1945 Heeresgruppe Mitte Einsatz im Osten

31. Dezember 1944 XI. AKXXXXIX. AK1. ungarische Armee154. Infanterie-Division
5. Mai 1945 XI. AKLIX. AKLXXII. AKXXXXIX. AKXXIV. AK8. Panzer-Division371. Infanterie-Division544. Grenadier-Division320. Infanterie-Division253. Infanterie-Division

Die Panzergruppe 4 bzw. 4. Panzerarmee wurde am 17. Februar 1941 als Panzergruppe 4 aus dem Korpskommando des XVI. Armeekorps aufgestellt und am 1. Januar 1942 in Panzerarmee 4 umbenannt.

Januar 1945 Heeresgruppe A Einsatz im Osten
Februar 1945 Heeresgruppe Mitte Einsatz im Osten
12. April 1945 V. AKKorps MoserPanzerkorps Groß-DeutschlandLVII. AK


Das V. Armeekorps (5.) wurde im Oktober 1935 aus der 5. Division der Reichswehr in Stuttgart aufgestellt und zu Kriegsbeginn mobilisiert. Das Korps wurde im Mai 1944 auf der Krim vernichtet. Die Reste wurden am 24. Juli 1944 in Generalkommando XI. SS-Armeekorps umgegliedert.
Neu aufgestellt am 26. Januar 1945 unter Verwendung des Reststabes der 221. Sicherungs-Division und des Stabes der 20. Luftwaffen-Feld-Division.

nach Wiederaufstellung:
März 1945 4. Panzerarmee Heeresgruppe Mitte Lausitz, Erzgebirge

1. März 1945
Divisionen Heerestruppen Korpstruppen
Kampfgruppe 342. Infanterie-Division (nach Neuaufstellung im Kessel von Halbe vernichtet)Kampfgruppe 72. Infanterie-Division 275. Infanterie-Division (im Kessel von Halbe vernichtet) unbekannt Korps-Nachrichten-Abteilung 405Korps-Nachschubtruppen 405

Das Panzerkorps Großdeutschland wurde aufgestellt am 28. September 1944 unter Verwendung der 18. Artillerie-Division und den Resten des XIII. Armeekorps. Die Aufstellung zog sich bis in den Januar 1945 hin.
Februar 1945 4. Panzerarmee Heeresgruppe Weichsel Oder, Neiße

Korpstruppen: Arko 500, Stab Pionier-Regiment 500, Korps-Füsilier-Regiment Großdeutschland, schwere Panzer-Abteilung Großdeutschland, Artillerieregiment 500, Panzer-Pionier-Bataillon 500, Panzer-Korps-Nachrichten-Abteilung 500, Panzer-Feldersatz-Regiment Großdeutschland, Versorgungs-Regiment 500

unterstellte Divisionen:
1. März 1945: Divisionsstab z.b.V. 615, Masse 21. Panzer-Division ,
Kampfgruppe Panzer-Grenadier-Division "Brandenburg" , Kampfgruppe 1. Fallschirm-Panzer-Division "HG" ,
Kampfgruppe 20. Panzer-Grenadier-Division

Die 7. Armee wurde am 25. August 1939 im Wehrkreis V aufgestellt.
Im Jahre 1945 wurde sie zum ersten Mal während des Krieges in den Osten verlegt.
Januar 1945 Heeresgruppe B Einsatz im Westen
April 1945 Heeresgruppe G Einsatz im Westen
Mai 1945 Heeresgruppe Mitte Einsatz im Osten
19. Februar 1945
Armeekorps Heerestruppen Armeetruppen
LXXX. AKXIII. AKLIII. AK unbekannt HArko 309Propaganda-Kompanie 649Vermessungs- und Karten-Abteilung 631Armee-Nachrichten-Abteilung 531Armee-Kartenstelle 550Propaganda-Kompanie 549
7. Mai 1945
Armeekorps Heerestruppen Armeetruppen
XII. AKXIII. AK unbekannt HArko 309Propaganda-Kompanie 649Vermessungs- und Karten-Abteilung 631Armee-Nachrichten-Abteilung 531Armee-Kartenstelle 550Propaganda-Kompanie 549


Die 17. Armee wurde am 20. Dezember 1940 durch den Wehrkreis II aufgestellt. Sie wurde am 21. Juli 1944 auf der Krim vernichtet und neu aufgestellt.

Januar 1944 Heeresgruppe A Einsatz im Osten
April 1944 Heeresgruppe Südukraine Einsatz im Osten
August 1944 Heeresgruppe Nordukraine Einsatz im Osten
Oktober 1944 Heeresgruppe A Einsatz im Osten
Januar 1945 Heeresgruppe A Einsatz im Osten
Februar 1945 Heeresgruppe Mitte Einsatz im Osten


1. Juni 1943 V. AK XXXXIV. AK XXXXIX. AKrum. Kav.K.
3. Dezember 1943 V. AKXXXXIX. AK
15. April 1944 V. AK XXXXIX. AKI. rum. Geb.K.rum. Kav.K.
26. November 1944 LIX. AKXI. SS-AK
7. Mai 1945 VIII. AKXVII. AKXXXX. AK



Das LIX. Armeekorps (59.) wurde am 10. Oktober 1940 in Lübeck als Höheres Kommando z.b.V. LIX aufgestellt. Am 20. Januar 1942 erfolgte die Umbenennung in Generalkommando LIX. Armeekorps.

Januar 1945 17. Armee Heeresgruppe Nordukraine Einsatz: Galizien, Krakau
Februar 1945 1. Panzerarmee Heeresgruppe Mitte Einsatz: Oderberg
1. März 1945
Divisionen Heerestruppen Korpstruppen
Kampfgruppe 554. Volks-Grenadier-Division253. Infanterie-DivisionKampfgruppe 75. Infanterie-Division68. Infanterie-Division unbekannt Arko 103Korps-Nachrichten-Abteilung 459Korps-Kartenstelle (mot.) 459Feldgendarmerie-Trupp 459Korps-Nachschubtruppen 459

Das VIII. Armeekorps (8.) wurde im Oktober 1934 aufgestellt und zunächst als Heeresdienststelle Breslau getarnt. Im Jahre 1935 erfolgte schließlich die Umbe-nennung in Generalkommando VIII. Armeekorps.
Am 21. August 1939 mobilisiert wurde das Korps im Januar 1943 in Stalingrad vernichtet und am 5. März 1943 aufgelöst.
Neu aufgestellt im März 1943 im Felde durch die 16. Armee, zunächst als Generalkommando z.V. Hoehne und am 12. September 1943 in Generalkommando VIII. Armeekorps umbenannt.

Januar 1945 9. Armee Heeresgruppe A Einsatz: Warschau
Februar 1945 17. Armee Heeresgruppe Mitte Einsatz in Schlesien

15. Februar 1944
Divisionen Heerestruppen Korpstruppen
329. Infanterie-Division81. Infanterie-DivisionKampfgruppe 83. Infanterie-Division Pionier-Regiments-Stab 31 Arko 408Korps-Nachrichten-Abteilung 48Korps-Nachschubtruppen 408Korps-Kartenstelle 408Feldgendarmerie-Trupp 408
15. März 1944
Divisionen Heerestruppen Korpstruppen
329. Infanterie-Division83. Infanterie-Division28. Jäger-Division329. Infanterie-Division12. Panzer-Division Pionier-Regiments-Stab 31 schwere Heeres-Panzerjäger-Abteilung 666I. / Werfer-Regiment 3Sturmgeschütz-Brigade 912 Arko 408Korps-Nachrichten-Abteilung 48Korps-Nachschubtruppen 408Korps-Kartenstelle 408Feldgendarmerie-Trupp 408


Das XVII. Armeekorps (17.) wurde am 1. April 1938 nach dem Anschluß Österreichs in Wien aufgestellt und direkt bei Kriegsbeginn mobilisiert.

1. März 1945
Divisionen Heerestruppen Korpstruppen
20. Panzer-Division Kampfgruppe 19. Panzer-DivisionKampfgruppe 359. Infanterie-Division unbekannt Arko 7Korps-Nachrichten-Abteilung 66Korps-Nachschubtruppen 417


Das XXXX. Armeekorps (40.) wurde am 26. Januar 1940 aufgestellt und am 15. September 1940 in Generalkommando (mot.) XXXX. Armeekorps umgebildet. Am 9. Juli 1942 erfolgte die Umbenennung in Generalkommando XXXX. Panzerkorps.

Januar 1945 z. bes. Verfügung Heeresgruppe A Westgalizien
Februar 1945 4. Panzerarmee Heeresgruppe Mitte Niederschlesien
April 1945 17. Armee Heeresgruppe Mitte Mittelschlesien

1. März 1945
Divisionen Heerestruppen Korpstruppen
Kampfgruppe 25. Panzer-Division SS-Brigade DirlewangerDivisions-Stab z.b.V. 60835. SS-Polizei-Grenadier-DivisionDivisions-Stab MatterstockBrigade z.b.V. 100 unbekannt Arko 128Korps-Nachrichten-Abteilung 440Korps-Nachschubtruppen 440Feldgendarmerie-Trupp 440












Der Volkssturm

Bereits am 2. Nov. 1943 wurde beim Oberkommando der Wehrmacht über vorsorgliche Planungen für ein „letztes Aufgebot“ nachgedacht. Diese Maßnahmen wurden jedoch zunächst zurückgestellt, weil der Chef des OKW feststellen mußte, daß Hitler sich dafür des Parteiapparats bedienen wollte.

Durch Erlaß vom 25.9.1944 wurde die Bildung des „Deutschen Volkssturm“ befohlen, der alle waffenfähigen Männer im Alter von 16 bis 60 Jahren umfassen sollte. Der Aufbau und die Organisation des Volkssturms waren vom Chaos der Kompetenzen der konkurrierenden Machthaber innerhalb des nationalsozialistischen Staates gekennzeichnet:
a) Aufstellung und Führung des Volkssturms waren Aufgabe der Gauleiter und der ihnen unterstellten Parteiorganisation. Die Erfassung wurde von den Ortsgruppen vorgenommen.
b) Der Reichsführer SS als Befehlshaber des Ersatzheeres war verantwortlich für Ausbildung, Bewaffnung und Ausrüstung.
c) Der Kampfeinsatz sollte zunächst durch den Reichsführer SS erfolgen. Diese Bestimmung wurde im November 1944 dahingehend abgeändert, daß der Volkssturm für den Einsatz der Wehrmacht unterstellt werden konnte, ohne aber grundsätzlich Teil der Wehrmacht zu werden. Viele Gau- und Kreisleiter der NSDAP nahmen jedoch diese faktische Unterstellung unter die Wehrmacht nicht zur Kenntnis und versuchten weiter, „ihren“ Volkssturmeinheiten Befehle zu erteilen.
Der Volkssturm sollte sich aus vier Aufgeboten zusammensetzen, die sich nach Tauglichkeit, Alter oder Abkömmlichkeit unterschieden:
Im ersten Aufgebot dienten "alle zum Kampfeinsatz tauglichen" Angehörigen der Jahrgänge 1924 bis 1884, also die 20- bis 60-jährigen, die "keine lebenswichtige Funktion in der Heimat" wahrnahmen. Für das erste Aufgebot war eine Verwendung außerhalb der Ortsgrenzen vorgesehen, auch wurden sie nach Aufruf der Einsatzkompanien in Gemeinschaftsunterkünften zusammengefaßt.
Das zweite Aufgebot umfaßte „alle zum Kampfeinsatz tauglichen Angehörigen der Jahrgänge 1924 bis 1884“, die in "kriegswichtigen Betrieben, im Nachrichten- oder Transportwesen oder in anderen lebenswichtigen Funktionen in der Heimat" tätig waren.
Das dritte Aufgebot sollte die Jugendlichen der Jahrgänge 1925 – 1928, also die 16 – 19-jährigen umfassen, soweit diese nicht schon bei Wehrmacht, Reichsarbeitsdienst oder als Luftwaffenhelfer eingesetzt waren. Da der Jahrgang 1927 ab Juli 1944 und große Teile des Jahrgangs 1928 Ende 1944 zum Wehrdienst aufgerufen wurden, bestand die Masse des dritten Volkssturmaufgebots aus 16-jährigen Hitlerjungen. Im März 1945 wurde schließlich noch ein Teil des Jahrgangs 1929 zur Flak eingezogen.
Zum vierten Aufgebot gehörten schließlich alle, die zu einem Kampfeinsatz nicht tauglich waren, jedoch noch für Wach- und Sicherheitsaufgaben verwendet werden konnten. Bei der Bewertung der Tauglichkeitskriterien für das vierte Aufgebot waren strengste Maßstäbe anzulegen, ins vierte Aufgebot kam nur, wer nicht in der Lage war "auch nur den geringsten Fußmarsch zu machen
Für die Einreihung in diese Aufgebote war ausschließlich die Unabkömmlichkeit maßgebend, eine Musterung mit ärztlicher Untersuchung fand zunächst nicht statt. So kam es, daß sich selbst im 1. und 2. Aufgebot schwerkranke Personen befanden (Körperbehinderungen, Tuberkulose etc.).

Insgesamt wurden für den Volksturm etwa sechs Millionen Personen erfaßt, die erste Einteilung in die Aufgebote ergab:
1. Aufgebot: 1,2 Millionen
2. Aufgebot: 2,8 Millionen
3. Aufgebot: 0,6 Millionen
4. Aufgebot: 1,4 Millionen

Durch eine Flut von Firmenanträgen auf Unabkömmlichkeit ihrer Belegschaft wurden jedoch bald die Masse in das 2. Aufgebot eingereiht. Spätestens bei den ersten Grundausbildungen stellte sich heraus, daß viele Volkssturmmänner krankheitsbedingt nicht einsatzfähig waren, so daß im Februar 1945 die Masse des Volkssturms im vierten Aufgebot eingereiht war.

Die Ausführungsbestimmungen zur Bildung des Deutschen Volkssturms vom 27. September 1944 legten fest: „Die Angehörigen des Deutschen Volkssturm gelten im Sinne der Haager Landkriegsordnung als Kombattanten“.
Die nach dem Völkerrecht zwingend vorgesehene Anerkennung durch die kriegführenden Parteien wurde dagegen von Himmler sabotiert, obwohl er vom zuständigen Auswärtigen Amt mehrfach auf diese Notwendigkeit hingewiesen worden war. Das Auswärtige Amt zeigte jedoch eigenmächtig über die Schutzmächte (Schweiz, Schweden) die Bildung des Volkssturms gegenüber den Alliierten an. Die Westalliierten erklärten daraufhin, daß sie die an der Westfront kämpfenden Volkssturmeinheiten ohne Anerkennung eines Rechtsanspruches nach dem Kriegsvölkerrecht behandeln würden, soweit diese einheitlich gekennzeichnet seien, ihre Waffen offen trügen und die Bestimmungen des Kriegsrechts einhalten würden.
Nach dem Befehl zur Bildung des Volkssturms hätten die Volkssturmangehörigen mit innerhalb der Einheit einheitlichen Uniformen, amtlich gestempelten gelben Armbinden mit der Aufschrift ''DEUTSCHE WEHRMACHT'' oder „DEUTSCHER VOLKSSTURM – WEHRMACHT“ (wie sie auch von anderen Hilfseinheiten verwendet wurden) und Soldbüchern / Kombattantenausweisen ausgestattet werden sollen.
Die einheitliche Kennzeichnung und Uniformierung konnte in der Praxis nicht immer durchgeführt werden, oft genug fehlten sogar Kombattantenausweise oder Soldbücher. Auch bei den Armbinden kamen alle möglichen selbsterstellten Arten vor. Weiter wurden vielfach erbeutete Uniformstücke oder Parteiuniformen getragen, bei denen die Verwechslungsgefahr mit Uniformen alliierter Truppen bestand. So war es kein Wunder, daß gerade im Osten eine ganze Reihe von Volkssturmangehörigen als Partisanen erschossen wurden - in voller Übereinstimmung mit den damals geltenden kriegsvölkerrechtlichen Bestimmungen.

Laut dem Volkssturmerlaß war der ''Reichsführer SS als Befehlshaber des Ersatzheeres für die Bewaffnung und Ausrüstung des Deutschen Volkssturms'' verantwortlich. Auf diese Formulierung beriefen sich dann alle anderen für die Rüstung zuständigen Stellen und verweigerten die Abgabe von Waffen aus ihren Beständen. Ergänzend muß allerdings festgestellt werden, daß die Wehrmacht im Herbst 1944 einen monatlichen Bedarf von etwa 300.000 Gewehren hatte, aber nur noch etwa 200.000 hergestellt wurden.

Die Volkssturmangehörigen hatten Bekleidung und persönliche Ausrüstung selbst zu stellen. Dabei konnten alle Arten von Uniformen aufgetragen werden. Natürlich war es nach 5 Kriegsjahren und dem allgemeinen Versorgungsmängeln für den einzelnen Volkssturmmann selbst bei guten Willen kaum mehr möglich, sich eine brauchbare Ausrüstung zusammenzustellen. Vor allem geeignete Winterbekleidung und festes Schuhwerk war nicht mehr zu bekommen, statt Feldflaschen wurden häufig private Thermosflaschen verwendet. Anfang 1945 hatte zeitweise nur jeder zehnte der eingesetzten Volkssturmmänner einen Mantel, statt Stiefel mußten teilweise Halbschuhe getragen werden. Folge der unzureichenden Bekleidung war ein starkes Ansteigen schwerer Erkältungskrankheiten gerade bei den älteren Volkssturmjahrgängen.
Stahlhelme waren fast gar nicht vorhanden, selbst Erkennungsmarken konnten nur selten ausgegeben werden, da es keine Zinkblech mehr gab – seit Oktober 1944 bekam selbst das Heer nur noch für einen Teil seiner Soldaten die erforderlichen Erkennungsmarken.
Lediglich die an der Oderfront eingesetzten zwanzig Bataillone sowie die später teilweise in die Wehrmacht übernommenen Einheiten in Breslau und am Oberrhein waren einigermaßen vollständig bewaffnet und ausgerüstet, allerdings häufig an den Waffen nicht ausgebildet.

Verantwortlich für den Volkssturm waren an zentraler Stelle die Gauleiter. Da sich die Einteilung der Parteigaue nicht mit den Grenzen der Wehrkreise deckte, mußten häufig die Wehrkreisbefehlshaber mit mehreren Gauleitern verhandeln, wenn es um den Einsatz des Volkssturms ging. Bormann als Leiter der Parteikanzlei sperrte sich dagegen, in solchen Fällen einen Gauleiter als federführenden Ansprechpartner für die Wehrmacht einzusetzen. Da der Volkssturm eine Angelegenheit der ganzen Partei sei, kam nach seiner Meinung die Bevorzugung eines Gauleiters vor den anderen nicht in Frage. So mußte sich beispielsweise der Wehrkreis XVII in Wien weiterhin mit sieben Gauleitern herumschlagen: Niederdonau, Oberdonau, Wien, Salzburg, Steiermark, Tirol-Vorarlberg und Kärnten.

Unabhängig vom Aufgebot war das Volkssturmbataillon die Grundeinheit, wobei die Anzahl der aufzustellenden Bataillone je nach Größe des Parteikreises unterschiedlich war. Als Gliederung dieser Bataillone galt:
Bataillonsstab, dabei eine Melder- und Nachrichtenstaffel mit 16 Mann; drei Volkssturmkompanien mit drei bis vier Zügen, pro Zug drei bis vier Gruppen; vier (schwere) Kompanien mit leichten Infanteriegeschützen (mangels Waffen wurden sie aber kaum aufgestellt).
Wenn möglich, sollte auch ein vor allem für Sperraufgaben vorgesehener Pionierzug gebildet werden.
Sondereinheiten, wie motorisierte Transportbataillone mit 3 Kompanien sowie weitere Pionier- und Instandsetzungszüge sollten bei den Gauen aufgestellt werden, kamen aber wegen des Mangels an Material und Fachpersonal kaum zur Aufstellung.

Die Einheiten des Deutschen Volkssturms wurden mit Ziffern bezeichnet, wobei
die erste Ziffer die Gaunummer, die zweite Ziffer die Bataillonsnummer innerhalb des Gaues und die dritte Ziffer die Kompanienummer innerhalb des Bataillons
darstellte. X/1/1 bedeutete die 1. Kompanie des 1. Bataillons im Gau X. Häufig wurde allerdings statt dieser umständlichen Ziffernfolge der Name des Aufstellungsortes verwendet.
Der Name „Volkssturm“ war für alle Einheiten verbindlich. Die Befehle wurden allerdings in einigen Gauen nicht befolgt. Der Gauleiter von Westfalen-Süd, Albert Hoffmann, der die bereits als SA-Sturmbann-Namen bestehende Bezeichnung „Freikorps Sauerland“ übernehmen wollte, mußte von Bormann hören, daß „von irgendwelchen Zusätzen symbolischer, heimatlicher oder geschichtlicher Art“ abzusehen sei. Trotz dieser Belehrung hielt das „Freikorps Sauerland“ auch im Rahmen des Volkssturms an seinem Namen fest und trug ein nie genehmigtes Ärmelabzeichen.

Verwendung und Einsatz:
Schanzarbeiten:
Der erste Einsatz des Volkssturm erfolgte bereits im Oktober 1944 zu Schanzarbeiten in Ostpreußen, dann ab Ende 1944 beim Ausbau der rückwärtigen Stellungen im Warthegau (B-1 Linie) und an der Westgrenze des Reichs zur Verbesserung des nicht fertiggestellten Westwalls. Mit Recht bestanden sowohl beim Volkssturm selbst wie auch bei der Wehrmacht Zweifel am Wert dieser meist nur als Feldbefestigungen ausgebauten Linien, die oft völlig schematisch als durchgehendes Grabensystem nach Art des Ersten Weltkriegs angelegt wurden. Gerade im Westen hielt die Bevölkerung diese provisorischen Befestigungen für sinnlos und sah in ihnen eine Gefährdung der eigenen Wohngebiete. Das galt insbesondere für Panzersperren in Ortschaften. Wo sie unter dem Druck der Partei gebaut wurden, taten die Bewohner alles, um sie beim Einmarsch der Westalliierten offen zu halten oder rechtzeitig wieder zu öffnen.

Evakuierungen und Verlegungen:
An der Ostfront wurden einzelne Volkssturmmänner, aber auch Volkssturmeinheiten bis zur Kompaniegröße zur Begleitung von Flüchtlingstrecks verwendet. In einigen Fällen kam der Volkssturm auch beim Verlegen von Industriebetrieben in weniger feindgefährdete Gebiete zum Einsatz.
Bei der Räumung der Gebiete westlich des Westwalls wurden die dort vorhandenen Volkssturmkräfte mit der Evakuierung beauftragt. Vielfach mußte dabei Gewalt angewendet werden, um die Leute aus ihren Häusern und Wohnungen hinauszudrängen.

Sicherungsbesatzungen:
Bei den Kämpfen an der ostpreußischen Grenze im Herbst 1944 hatte sich herausgestellt, daß das Heer zahlenmäßig nicht mehr in der Lage war, die ausgebauten rückwärtigen Stellungen rechtzeitig infanteristisch zu besetzen, um die dort eingesetzten bodenständigen Artillerie- und Pak-Einheiten vor durchgebrochener feindlicher Infanterie zu schützen. Diese eigentlich den Festungsstammbataillonen zugeteilte Aufgabe als Sicherungsbesatzungen wurde nunmehr den mit dem Ausbau der Stellungen beauftragten Volkssturmverbänden übertragen.
Bereits im Oktober 1944 wurde der Volkssturm in rückwärtigen Bereichen des Westwalls eingesetzt. Eine entsprechende Verwendung im Osten konnte erst ab Mitte Dezember 1944 erreicht werden. Die dortigen Gauleiter, vor allem Koch in Ostpreußen und Greiser im Warthegau, hatten sich vehement dagegen gewehrt, da sie dazu „ihren“ Volkssturm dem Kommando der Wehrmacht hätten unterstellen müssen.
In einigen Fällen wurden als Sicherungsbesatzung von Stellungen durch die Wehrmacht sogenannte „Rahmen-Einheiten“ aufgestellt; Infanterie-, Pionier- und Artillerieverbände, die einen schwachen Personalkader aus Wehrmachtssoldaten besaßen und durch Volkssturm-Kräfte hätten aufgefüllt werden sollen.
Allerdings reichten die Kräfte und vor allem die vorhandenen Waffen auch beim Volkssturm nur dazu aus, die wichtigsten Anlagen in den zu Festungen erklärten Städten zu besetzen, weite Teile der Stellungslinien mußten unbesetzt bleiben. So konnten z.B. die im Warthegau im rückwärtigen Bereich der Heeresgruppe A zwischen Posen und der Weichsel angelegten Stellungssystem (a-1, a-2 , b- und c-Linie) nur punktuell gesichert werden und wurden folgerichtig nach Beginn der sowjetischen Offensive im Januar 1945 schnell durchbrochen.

Kampfeinsatz:
Ein Einsatz des Volkssturms außerhalb der 1944 bestehenden Reichsgrenzen wurde von Hitler kategorisch abgelehnt. Selbst angesichts der kritischen Lage in Ungarn verweigerte er seine Zustimmung zur Verlegung von 30 im Osten Österreichs vorhandenen Volkssturm-Bataillonen in den Raum Preßburg-Varastin, um dort Sicherungsaufgaben und Schanzarbeiten durchzuführen.
Die ersten Volkssturmbataillone wurden bereits kurz nach Aufruf des Volkssturm im Oktober 1944 im Raum Gumbinnen – Goldapp – Angerapp in Ostpreußen eingesetzt, wenn auch zunächst vor allem zu Sicherungs- und Schanzarbeiten, allerdings auch schon zur Abwehr durchgebrochener Feindkräfte. Im November 1944 waren allein im Rahmen der 170. Infanteriedivision acht Volkssturmbataillone im Einsatz, ohne allerdings Teil der Wehrmacht zu sein. Die dort gemachten Erfahrungen führten dann zu einer Regelung über die Unterstellung der Volkssturm-Einheiten im Einsatzfall unter die Wehrmacht.
Als am 13.1.1945 die Offensive der Roten Armee aus den Weichselbrückenköpfen bei Baranow Richtung Westen begann, stellte sich heraus, daß der Volkssturm im Warthegau wegen mangelnder Ausrüstung und ungenügender Ausbildung kaum feldtauglich war und die vorgesehenen Aufgaben als Sicherungsbesatzungen in den rückwärtigen Linien nicht wahrnehmen konnte. Lediglich etwa 400 Volkssturmmänner wurden in Posen eingeschlossen und kämpften dort bis zur Kapitulation der Festung.

Das Debakel des Warthegauer Volkssturms führte dazu, in den bisher nicht unmittelbar feindbedrohten Parteigauen in der Mitte des Reiches 20 Volkssturm- Bataillone z.b.V. aufzustellen, diese bevorzugt mit deutschen Waffen auszurüsten und sie dann an die bedrohte Ostfront zu verlegen. Allerdings trafen diese Bataillone erst Ende Januar im Raum Küstrin – Frankfurt an der Oder ein, zu einem Zeitpunkt also, da die Rote Armee bereits an der Oder stand. Einige dieser Bataillone fuhren mit ihren Transportzügen mitten in die sowjetischen Panzerspitzen hinein.
Diese Bataillone z.b.V. waren fast die einzigen Volkssturm-Verbände, die einigermaßen vollständig bewaffnet, ausgerüstet und uniformiert waren, allerdings fehlten teilweise die schweren Waffen. Soweit sich noch feststellen läßt, kamen die 20 Bataillone aus folgenden Parteigauen der NSDAP:
a) Einsatz im Raum Frankfurt/Oder – Landsberg/Warthe – Küstrin
Volkssturm-Bataillone z.b.V. Bayreuth, Franken, Halle-Merseburg, Kurhessen, Mainfranken, München-Oberbayern, Oberdonau, Osthannover, Sachsen, Thüringen
b) Einsatz im Raum Stargard – Deutsch-Krone
Volkssturm-Bataillone z.b.V. Hamburg, Hessen-Nassau, Magdeburg-Anhalt, Mecklenburg, Pommern, Schleswig-Holstein, Südhannover-Braunschweig
c) Einsatzraum nicht zweifelsfrei feststellbar:
Volkssturm-Bataillone z.b.V. Salzburg, Schwaben, Sudetenland

Bei der Verteidigung der zu Festungen erklärten Städte Küstrin (bis 29.3.1945) und Kolberg (bis 18.3.1945) waren je zwei Volkssturmbataillone eingesetzt.
Zu den 45.000 Soldaten, die die Festung Breslau bis 8.5.1945 verteidigten, gehörten etwa 15.000 Volkssturmmänner, die in 26 Kampfbataillone, 10 Baubataillone und 2 Ersatzbataillone gegliedert waren. Teile des Volkssturms waren auch im Rahmen des „Artillerie-Regiments Breslau“ eingesetzt. Diese Volkssturm-Artilleristen wurden Anfang März 1945 in die Wehrmacht übernommen.

In Berlin bestand die deutsche Besatzung im März 1945 zu mehr als der Hälfte aus Volkssturmangehörigen. Von 41.000 Mann waren es 24.000, allerdings meist schlecht ausgebildet und mäßig ausgerüstet. Zwei in Berlin eingesetzten Volkssturmbataillone aus dem Gau Brandenburg wurden von dem dortigen Gauleiter Stürtz, der mit Goebbels rivalisierte, kurzfristig abgezogen. Auch zwischen den wechselnden Kampfkommandanten der Wehrmacht und Goebbels als Gauleiter von Berlin kam es immer wieder zu Zusammenstößen über den Einsatz des Volkssturms.

Im Westen waren Volkssturm-Einheiten in größerer Anzahl vor allem bei der 19. Armee am Oberrhein eingesetzt. Neben Grenzschutz- und Polizeiabteilungen waren am Westrand des Schwarzwalds auch 20 Volkssturm-Bataillone aus Baden und sechs aus Württemberg-Hohenzollern vorhanden. Zur Verwendung kamen diese Einheiten vor allem bei der Divisionsgruppe Breisach (später Div.Nr. 805), der Divisionsgruppe v. Witzleben (später Div.Nr. 905) und der Brigade 1005.

Volkssturmverbände oberhalb der Bataillonsebene gab es nicht, im Brigade- oder Divisionsrahmen wurde der Volkssturm immer zusammen mit anderen Wehrmacht- oder Waffen-SS-Verbänden eingesetzt. Am häufigsten dürfte die Verwendung unter der Führung örtlicher Kampfkommandanten der Wehrmacht gewesen sein, in wenigen Fällen kämpften Volkssturm-Einheiten auch tatsächlich unter Führung der Gau- bzw. Kreisleiter, soweit sich diese nicht rechtzeitig abgesetzt hatten.
Auch die „Volksgrenadier-Divisionen“ oder „Volks-Artillerie-Korps“ hatten trotz ihres Namens allenfalls wenige taktisch unterstellte Volkssturm-Einheiten in ihren Reihen, bestanden keinesfalls gliederungsmäßig aus Volkssturmverbänden. Selbst die 78. „Volks- Sturmdivision“ leitete ihre Bezeichnung von der ehemaligen 78. Sturmdivision und nicht etwa vom „Volkssturm“ her.
Lediglich die 1945 aufgestellten Divisionsstäbe z..b.V. 601- 612, 615, 616, 619 waren von vornherein für die Führung von Alarmeinheiten und Volkssturm vorgesehen.
Back to top
View user's profile Send private message Send e-mail
Stahlgewitter
Lagerarbeiter



Joined: 03 Jun 2008
Posts: 1

PostPosted: 03.06.2008, 14:29    Post subject: Reply with quote

Seit gegrüßt,

hat jemand diesen Bericht für mich? Vielleicht gescannt oder schon in digitaler Form?

Suche Informationen zu diesem Bataillon und seinen Einsätzen 1945.

MfG
SG
Back to top
View user's profile Send private message
Display posts from previous:   
Post new topic   Reply to topic    Die Echten, die Modelle und die Models: Das LKW- und Logistikforum Forum Index -> Logistik//logistics All times are GMT + 1 Hour
Page 1 of 1

 
Jump to:  
You cannot post new topics in this forum
You cannot reply to topics in this forum
You cannot edit your posts in this forum
You cannot delete your posts in this forum
You cannot vote in polls in this forum

Similar Topics
Topic Author Forum Replies Posted
No new posts Das Festungsmaschinengewehrbataillon ... mercedes Logistik//logistics 0 09.10.2006, 14:21



Powered by phpBB 2.0.23 © 2001, 2002 phpBB Group

BBoard.de bietet Ihnen ein Kostenloses Forum mit zahlreichen tollen Features

Impressum


Charcoal Theme by Zarron Media, converted for phpBB 2.0.5 by phpBB2.de